Big Island

Die Route um Big Island (Hawai'i) in Google Maps (Webbrowser) und in Google Earth (separates Programm)

3. November

Wir wollen die nächsten Wochen die Insel Hawaii umsegeln. Sie wird meist Big Island genannt um sie von der gleichnamigen Inselgruppe zu unterscheiden. Ich verbringe fast den ganzen Tag damit, all die getrockneten Sachen zu verstauen, Wasser zu bunkern, einzukaufen und den neuen Homepage Bericht zu veröffentlichen da wieder ein Abschnitt unserer Reise zu Ende geht.

4. November

Wir wären bereit abzulegen, wenn ich nicht die neu gekaufte Laptop-Batterie in den nächsten Tagen zurücksenden könnte/müsste. Ich kann sie leider nicht mehr brauchen, da in der Zwischenzeit nicht nur die Batterie, sondern der ganze Laptop gestorben ist. So verschieben wir die Abfahrt um einen Tag.

5. November

… und nochmals einen Tag, denn es hat schon die ganze Nacht geregnet und auch bei Tagwache ist es grau in grau. Wir haben keine Eile und wie unsere neuen Nachbarn erzählen, ist Hilo einer der besten Ankerplätze in der ganzen Inselgruppe. Wir fahren trotz Regen mit dem Fahrrad in das kleine Tsunami Museum in Hilo. Es ist sehr eindrücklich zu sehen, wie die Tsunamis von 1946 und 1960 fast ganz Hilo zerstört haben. Der erste brachte nach der kurzen Euphorie des Kriegs-Endes viel Leid auf die Insel. Der zweite wurde durch das bisher stärkste Erdbeben der Welt in Chile ausgelöst (9.5 auf der Richterskala). Seine Spuren haben wir bereits auf der Osterinsel getroffen, er hat dort viele Moais zerstört. Zehn bis zu 10m hohe Flutwellen sind während mehreren Stunden über Hilo hereingebrochen und haben alles was nicht niet- und nagelfest war zerstört.

Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob mein Standort in Bora Bora während des Tsunami-Alarms so sicher gewesen wäre. Auf alle Fälle haben wir den Tsunami Warndienst (Unesco) als E-Mail abonniert und werden ihn auf unser Mobiltelefon (geht neu in Outlook 2007) umleiten lassen. Es ist nicht unbedingt beruhigend, dass Hawaii statistisch gesehen alle 10 Jahre von einem Tsunami heimgesucht wird und der nächste seit 25 Jahren überfällig ist…

6. November

Kilauea lava flow I

Heute passt das Wetter und wir legen nach dem Frühstück ab. Leichte Winde und eine unmögliche Kreuzsee begleiten uns auf dem ersten Teil des Törns, so dass wir erstmals seit langem wieder motoren. Nach dem Runden des Kaps Kumukahi stellen sich die Passatwinde ein und wir segeln entlang Big Island‘s Südküste.

Schon aus grosser Distanz sehen wir die vom Kilauea‘s Lava erzeugte Dampfwolke. Wir bleiben bis nach dem Sonnenuntergang um das Schauspiel zu beobachten. Können wir anfänglich nur die Rauchschwaden sehen, wird die glühend heisse, rot und golden leuchtende Lava mit abnehmendem Licht immer sichtbarer.

Kilauea lava flow II

Sie strömt in kleinen Bächen in das Meer und wir sind teils keine 50m entfernt, riechen das Sulfat und versuchen in der Dämmerung Fotos zu machen. Beim Weitersegeln können wir die Lava noch meilenweit in der Nacht leuchten sehen.

Wir segeln die ganze Nacht – erst vor dem Wind bis zum Kap Ka Lae (dem südlichsten Punkt der Vereinigten Staaten) und später entlang Big Island’s Südwestküste. Es bläst mit bis zu 25kn und nach dem Ka Lae hat es kaum Wellen, so dass Blue Bie in der schwarzen Nacht mit 10kn durch das absolut flache Wasser rauscht. Ich lausche der Bugwelle und bewundere über uns das unendlich klare Firmament. Kein Wunder hat es so viele Sternwarten auf Hawaii.

7. November

Honomalino Bay

Nach Morgengrauen kommen wir in der Honomalino Bay an. Keine Menschenseele ist am langen, schwarzen Sandstrand zu sehen. Hawaii’s schwarze Sandstrände kommen von der zerriebenen Lava und sind schon etwas gewöhnungsbedürftig. Moni geht schnorcheln und ich will am Strand ein Buch lesen. Doch Millionen Ameisen und die windlose Hitze treiben mich schon bald wieder an Bord zurück, wo es wesentlich angenehmer ist.

8. November

Wir bleiben den ganzen Tag in der Honomalino Bay, schwimmen, lesen und spielen Schach. Am frühen Morgen kommt ein Fischer/Farmer vorbei, plaudert mit uns und schenkt uns – wie allen vorbei ziehenden Cruisern einen wunderschönen Thunfisch. Wie so viele Leute die wir auf Big Island treffen, möchte er selber eines Tages um die Welt segeln. Das Meer ist den Leuten schon im Blut!

9. November

Captain Cook Memorial

Ein kurzer Schlag bringt uns zur Kealakekua Bay. Hier wurde James Cook 1779 ermordet. Er war einer der wichtigsten Seefahrer und hat in der zweiten Hälfte des 18. Jh. viele Pazifikinseln entdeckt. Kulturelle Unterschiede gab es damals schon: Die Polynesier kannten zu dieser Zeit kein Eisen und teilten unter sich alles was sie haben. Sie erkennen den Wert des Metalls und finden es nicht mehr als normal die Nägel aus seinem Kapitänsboot ziehen um Fischerhaken zu fertigen. Schliesslich hat er noch viele andere Boote. Kapitän Cook wiederum empfindet dies als Diebstahl und will die Königin als Geissel ergreifen, bis sie sein Boot zurückgeben. Doch das ist wiederum den Polynesiern zu viel und sie ermorden Kapitän Cook.

Sea urchin

Wir schnorcheln beim Cook Denkmal und kommen mit amerikanischen Touristen in’s Plaudern und laden sie auf einen Tee an Bord ein. Als dann noch zwei andere Amerikaner zu Blue Bie heraus schwimmen, ist die Party perfekt.

10. November

Kona coast under gennaker

Es hat einmal mehr kaum Wind hinter dem 4‘000m hohen Kauna Lea und wir motoren die 10 Seemeilen nach Kailua, dem touristischen Zentrum von Big Island. Zwischen Kreuzfahrtschiff, einem Dutzend Ausflugsbooten, Schwimmern, Pier und Riffen finden wir ein paar Quadratmeter um Blue Bie zu ankern. Es ist unglaublich aktiv in der Bucht. Auch Delfine teilen die Aktivität und schwimmen um Blue Bie herum.

Als ich gegen Abend mit dem Dinghi an Bord zurückkehre, fahre ich hinter einem polynesischem Ausflugskatamaran her. Der Kapitän lädt mich auf ein Bier ein, wir nehmen das Dinghi in Schlepp und später Moni an Bord und machen eine wunderschöne Sonnenuntergangstour durch die Bucht von Kailua. Anschliessend lädt er uns zu sich nach Hause zum Nachtessen ein und wir haben einen neuen Freund auf Big Island.

11. November

Kalani explaining the canoe

Kalani, bei dem wir gestern zum Nachtessen waren, stellt an einem polynesischem Ausbildungstag für Schüler ein 200-jähriges Outrigger-Kanu aus und wir lernen bei anderen Ausstellern viel Wissenswertes über die polynesische Kultur und die Natur auf Big Island.

Big Island ist die entspannteste der Hawaii Inseln, die Leute sind ausgesprochen freundlich und haben immer Zeit für ein Wort. Wir sind die einzige Segelyacht weit und breit und werden immer wieder darauf angesprochen. Schon bald sind wir stadtbekannt und es fehlt nur noch ein Artikel in der Lokalzeitung!

12. November

Wir verbringen einen Tag in der Stadt, ich kann endlich wieder einmal mit meinem Pa skypen und das eine oder andere online erledigen. Die Kona-Küste ist jedes Jahr Schauplatz des IronMan, der Triathlon Weltmeisterschaft. Wir ankern beim Start der Schwimmstrecke und jeden Tag schwimmen Dutzende Leute bei uns vorbei. Wir sehen auch viele Stehpaddler. Die Beginner in der ruhigen Bucht, die Könner in der Welle.

Moni and admirer

Es lebt eine bunte Mischung von Leuten auf Big Island: Viele Polynesier, aber auch vom Festland zugezogene Amerikaner. Ich würde sagen, ein Drittel Polynesier, ein Drittel hier geborene Amerikaner und ein Drittel zugezogene Amerikaner.

13. November

Eigentlich war geplant, dass die Kollegin eines guten Freundes für ein paar Tage bei uns Ferien macht. Doch zwei Damen sind definitiv eine zu viel an Bord…

14. November

Oldest church on Hawaii

Es scheint als ob die Welt in Kailua zu uns kommt –es läuft immer etwas. Wir verfolgen die Parade des Kona Coffee Festivals, schauen die älteste Kirche Hawaii’s aus dem Jahr 1832 und das Museum im Hulite’e ‚Palast‘. Die Kona Küste ist ideal für den Kaffeeanbau, kann aber preislich mit Südamerika bei weitem nicht mithalten. So spezialisieren sie sich auf Premium Kaffee, häufig mit speziellen Geschmacksnoten wie Vanille, Peaberry oder Kokosnuss. Für einen Espresso-Trinker etwas gewöhnungsbedürftig.

15. November

Kona Coffee Festival parade

Ich schlendere durch die vielen Stände des Kailua Coffee Festivals. Vor allem lokales Kunsthandwerk und die Kaffeefarmen stellen ihre Produkte zur Schau. Doch auch verschiedene lokale Bands zeigen ihr Können und so schreibe ich auf der Strasse sitzend und Musik hörend Tagebuch, geniesse hier ein Bananenbrot und dort einen der vielen Probierkaffees.

16. November

Ich lasse mich heute vom „Surfer Bear“ in die Geheimnisse des Wellenreitens einführen. Auf dem grossen Beginnerboard und im richtigen Moment angeschoben, fällt es wesentlich leichter als vor ein paar Wochen alleine in Hilo und die Erfolgserlebnisse stellen sich sofort ein.

17. November

Blue Bie from Hulite'e Palace

Moni war gestern zwar nicht mit auf dem Wasser, hat aber am Strand mit einem anderen Surflehrer ein Deal vereinbart: Sie nimmt ihn mit zum Tauchen und er gibt ihr eine Surfstunde. So sind wir erstmals gemeinsam beim Surfen und ich profitiere nochmals von einem Anfängerboard!

Durch Kalani lernen wir Edna und Jim kennen, die von seiner Cousine das wohl bestgelegenste Haus in Kailua geerbt haben: Ein ehemaliges Inn direkt am Strand das sie heute zu zweit bewohnen. Wir geniessen einen Drink auf ihrer Terrasse und später ein gemeinsames Nachtessen nebenan. Einmal mehr geniessen wir die unbeschreibliche Gastfreundschaft auf Big Island und fühlen uns immer mehr in die Gross-Familie aufgenommen.

18.-19. November

Wer sagt, es sei extrem langweilig um die Welt zu segeln? Ich verbringe zwei Tage damit, das Auswassern und die Reparatur des gebrochenen Schotts von Blue Bie zu organisieren. Entgegen den Aussagen im Cruising Guide können wir Blue Bie hier auf einem grossen Trailer auswassern, die Preise sind wesentlich günstiger als in Honolulu und wir fühlen uns einfach wohl. Auch bei Ron, der Blue Bie auswassern und reparieren wird, spüren wir Big Island Spirit – seine wichtigste Sorge ist, ob sein Trailer für Blue Bie passt und ob er alles perfekt organisieren kann. Er wird seinen eigenen Katamaran später für zwei Monate auswassern und bietet mir seinen Hafenplatz an! So kann es sein, dass wir schon viel früher als geplant, d.h. schon für Weihnachten nach Hause fliegen werden.

Auch sonst bin ich viel mit organisieren und einkaufen beschäftigt. So finde ich einen passenden Scherkopf für meinen Rasierapparat und andere Kleinigkeiten. So schön es im Südpazifik war, viel kaufen und ersetzen kann man dort nicht. Man braucht wirklich eine 6-monatige Autonomie in fast allem.

20. November

Kailua sunset

Mit Fahrrad, Surfboard-Ständer und Surfboard fahre ich zum 6km entfernt gelegenen Anfängerstrand. Mobilität ist alles! Ich schaffe es in den kleinen Wellen aufzustehen, doch auf meinem zwar grossen, aber halt doch deutlich kleineren Board ist es nicht einfach aufzustehen! Übung macht den Meister!

21. November

Wir gönnen uns wieder einmal einen Tag in der Stadt und ich kümmere mich um meine Finanzen und beschäftige mich wie so häufig mit der Frage, wo kriege ich welches Ersatzteil? Der neue Kühlschrank ist mittlerweile bestellt – doch auf dem amerikanischen Kontinent ist keiner an Lager und er muss vom Hersteller in Europa gesandt werden. Immerhin ist bereits einer auf dem Weg und ich kann ihn ergattern, so dass wir in 2 Monaten (!) wieder einen Kühlschrank haben werden. Auch sonst brauche ich ein paar Spezial/Kleinteile. Wo findet man z.B. das Klick-Teil der Angelrolle, einen Ruderarm genau nach Mass oder spezielle Bolzen und Splinten für den Propeller?!?

22. November

Moni's first surfing day

Moni und ich gehen wieder mit dem Fahrrad surfen. Das Leben am Strand gefällt mir halt schon gut. Ich muss nicht die ganze Zeit surfen; ich fühle mich wohl nach dem Sport am Strand zu sitzen, ein Buch lesen und mit Gleichgesinnten zu plaudern.

23. November

Blue Bie on the trailer

Am frühen Morgen geht es los Richtung Honokonau Marina, wo wir Blue Bie um 10.00h auswassern wollen. Ron und ich haben den Trailer ausgemessen und es müsste alles passen. Als wir in den Hafen einfahren, steht der Trailer bereits auf der Rampe, ich steuere Blue Bie mittig auf den Trailer und gemeinsam, Ron mit dem Lastwagen und ich mit Blue Bie’s Motoren fahren wir die ersten Meter die Rampe hoch, bis nur noch das Heck im Wasser ist. Keine 15 Minuten später steht Blue Bie bereit für den Hochdruck-Reiniger. Wenn das Auswassern funktioniert, ist es wirklich einfach.

Ron und ich inspizieren das Boot, diskutieren die anstehenden Arbeiten. Wir sind uns in fast allem einig – nur glaubt er nicht, dass der Rumpf beschädigt und das Wasser dort eingedrungen ist! Als auch sein Vorarbeiter der gleichen Meinung ist, füge ich mich und als wir ein paar Stunden später sehen, dass die Rettungsinsel Halterung praktisch durchgebrochen ist, kann ich mir vorstellen, dass das eingedrungene Wasser vor dort kommt. Ob das stimmt, wird sich erst im Laufe der nächsten Passage weisen…

24. November - 1. Dezember

Fishingnet souvenir

3-4 Leute arbeiten gleichzeitig an Blue Bie und die Arbeit geht zügig voran. Ein Mitarbeiter schleift die Bereiche wo das Schott laminiert wird und wir suchen eine Lösung um das ebenfalls durchgebrochene Fundament der Ankerwinsch zu verstärken. Wie das durchgefaulte Schott ist auch das Fundament aus Sperrholz und ist in 10 Jahren durchgefault. Wir verwenden das Glasfaser Bodenbrett, welches ich als Notschott verwendet habe als neues Fundament für die Ankerwinsch. Zudem haben die Fischernetze in denen wir uns zwischen Südamerika und Galapagos verfangen haben, einige Scharten in den Schwertern hinterlassen die wir reparieren müssen.

Ich lasse mich von der Arbeit anstecken, revidiere die Propeller und montiere das neue UKW Funkgerät. Wer hätte das gedacht: Internationale Funkgerät haben andere Frequenzen wie amerikanische Funkgeräte die zusätzlich einen Wetterkanal haben. Mein neues amerikanisches Funkgerät kann alle vier Modi (amerikanisch, kanadisch, international und Wetter) und so haben wir jetzt rund um die Uhr einen aktuellen Wetterbericht inkl. Dünungsvorhersage zum Surfen.

Die Woche verfliegt mit Arbeiten an und um Blue Bie. Dank unseren Fahrrädern sind wir mobil, können in die Stadt und mit dem Dinghi surfen gehen. Ron ist Vize-Surfweltmeister bei den Grand Mastern und wir dürfen eines seiner Bretter ausleihen.

Was uns Ron nicht gesagt hat: Bei starker Nordwest-Dünung stehen bis zu 6m hohe Wellen in seinen Hafenplatz und da will ich Blue Bie nun wirklich nicht für einen Monat lassen, auch wenn Ron aufpassen würde. Wir versuchen einen Weg zu finden, um Blue Bie für einen Monat auf der Werft zu lassen und über Weihnachten nach Hause zu fliegen.

Ron spricht mit dem Werft-Chef, ob es für ihn in Ordnung wäre, Blue Bie hier zu lassen. Es ist, doch wir müssen mit dem Büro sprechen. Doch es ist alles ausgebucht.

Rena Ray

Der Höhepunkt unserer Zeit auf der Werft ist ein Nachttauchgang mit Mantarochen. Sie sind riesig und haben eine Flügelspannweite von bis zu 4m – doppelt mannshoch! Sie haben keine natürlichen Feinde, sind schneller und wendiger als Haie! Tagsüber Einzelgänger, treffen sich jeweils einige der 160 an der Kona Küste heimischen zum gemeinsamen Fressen. Die Manta Pacific Research Foundation führt seit über 40 Jahren Katalog aller hier heimischen Mantarochen von wo ich auch diese Photos habe.

Vallaray

Sie haben keine Zähne oder andere Waffen und filtern Plankton durch ihre riesigen Kiemen. Das Plankton wird vom Licht der Taucherlampen angezogen und so können wir ein unvergleichlich schönes Ballet von 18 Mantarochen erleben. Mit weit offenem Rachen und Kiemen schweben sie über uns; einmal 1cm, einmal ein paar Meter entfernt. Um einen besseren Wasserfluss durch ihren Rachen zu erreichen, drehen sie immer wieder Rollen, zeigen uns den weissen Bauch mit dem individuellen Fleckenmuster oder den grau-weissen Rücken. Es scheint als bestehen sie nur aus Flügel und Rachen. Viel schöner kann es nicht mehr werden und ich kann mir auf dieser Reise einen weiteren Traum erfüllen.

2. - 6. Dezember

Blue Bie emerging from the shed

Was lange währt, kommt gut: Die Arbeiten an Blue Bie sind so gut wie abgeschlossen und noch wissen wir nicht, ob sie an Land bleiben kann oder ob wir wieder einwassern. In letzter Minute können Ron und der Werft Chef Platz für Blue Bie machen, indem sie einen kleinen Kran, der einen grossen Platz blockiert, irgendwohin verschieben. Das Büro ist trotz Warteliste damit einverstanden, dass wir diesen Platz erhalten. Und so können wir plötzlich über Weihnachten nach Hause fliegen. Zu kurzfristig als dass wir für Moni ein Visum für die Schweiz organisieren können und so buchen wir Flüge zu unseren jeweiligen Familien.

Nachdem Abschluss der Arbeiten verschieben wir Blue Bie auf dem Trailer zu ihrem Standplatz. Dort dürfen wir leider nicht an Bord wohnen und so ziehen wir für die paar Tage bis zu unserem Abflug in ein Hotel im Zentrum von Kailua-Kona.

Nach 10 Monaten Nicht-Benützung muss ich erst das Türschloss entrosten, bevor wir Blue Bie sicher zurück lassen können. Im Hotel treten wir in eine Box die uns auf Knopfdruck ohne unser Zutun einige Stockwerke höher bewegt;) Es gibt Sachen, die der Südsee-Segler schon fast vergessen hat!

Tiefdruckgebiete weit im Norden senden eine wunderbare Dünung nach Hawaii und so stürzen wir uns in den letzten Tagen mit dem Surfboard nochmals in die Wellen.