Weihnachten im Schnee
Für einmal überlasse ich das Schreiben einem Profi: Sarah Wyss vom „CCS Magazin“, dem Magazin für Schweizer Hochsee Segler, hat vor ein paar Wochen über Skype mit mir telefoniert und im neuesten Heft geschrieben, was sie an meiner Reise spannend findet. Das will ich euch natürlich nicht vorenthalten und ihr findet hier den Artikel „Auszeit unter Segel
".
Doch so kurz berichten, was ich im letzten Monat in der Schweiz erlebt habe, möchte ich trotzdem. Die ersten zwei Wochen habe ich bei meinen Eltern und meiner Schwester verbracht, habe Zeit mit ihnen und guten Freunden und gemeinsame Erinnerungen aufleben lassen. Dann ging ich für einige Tage in das Engadin snowboarden. So wirklich der Hit war das Wetter nicht, doch der Besuch von Katja hat das mehr als wettgemacht. Die Weihnachtstage verbrachte ich mit meiner Familie und derjenigen meines besten Freundes Tomas.
So schön es ist, alte Erinnerungen aufleben zu lassen, so ist es noch schöner neue zu schaffen. Die erste Skitour meines Lebens mit Paddy und Sandra und der Spengler Cup Mannheim – Team Canada mit Tino Tratschin werden noch lange in meiner Erinnerung bleiben. Auch den Snowboard-Tag mit meinem Patenkind Marius werde ich nicht so schnell vergessen: Die erste Abfahrt bei Sturm und Sichtweiten unter 10m war kaum fahrbar und so haben wir uns nach einem frühen Mittagessen auf einer tiefer liegenden Abfahrt vergnügt, auch wenn ich die kurze Piste nach 20 Abfahrten auswendig kannte:)
Silvester habe ich in Luzern gefeiert – die ganze Stadt trifft sich um Mitternacht auf der alterwürdigen Kappelbrücke. Kurz darauf hielt ich in der Schule meines anderen Patenkinds Dominique meinen ersten Vortrag über meine Weltumsegelung. Ich war erstaunt über die Fragen der 9-jährigen Kinder: Von der Finanzierung der Reise über den Wasservorrat bis zur Begegnung mit der Tierwelt wollten sie alles wissen!
Zum Abschluss verbrachte ich nochmals ein paar Tage bei meiner Schwester und ihrer Familie und habe ehemalige Arbeitskollegen besucht. Sie hatten bei der UBS ja nicht gerade einfach, doch im Grossen und Ganzen ist die Schweiz in der Wirtschaftskrise noch glimpflich davon gekommen.
Ich geniesse es sehr, Gast bei meiner Familie und Freunden zu sein und, wenn auch nur kurz, an ihrem Leben teilzuhaben. Ich möchte mich nochmals ganz herzlich für die Gastfreundschaft und die tolle Zeit bedanken und mich bei jenen Freunden entschuldigen, wo es mit einem Treffen nicht geklappt hat:(
So schön die Schweiz ist, so wenig bin ich im Moment dort zu Hause. Mein Leben ist auf dem Meer, in der Natur. Noch vermisse ich das geregelte Leben nicht, freue mich, an Bord zurückzukehren und die Welt zu erkunden.




