Antigua - Guadeloupe |
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Etappe auf Google Earth |
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Freitag, 5. Januar
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Die beiden Buchten English und Falmouth Harbour haben eine lange Geschichte. Die Engländer hatten hier – unter anderem unter Lord Nelson - ihre Karibikflotte stationiert, da die Bucht sehr gut geschützt und der Passatwind schnell erreicht ist. So sind die Gebäude um English Harbour aus dem 18. Jahrhundert heute denkmalgeschützt und Teil eines Nationalparks. Die Gebäude werden von diversen kleinen Yachtunternehmen, der Hafenverwaltung, Boutiquen und Restaurants benützt. |
English Harbour |
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Samstag, 6. Januar
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Erst gehe ich mit Rowland einen Kaffee trinken und wie es so ist, geht es länger als man denkt, obwohl ich bereits um 8.00h aufgestanden bin. Die Sonne geht hier um 7.30h auf und um 18.00h wieder unter. |
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Sonntag, 7. Januar
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Zuerst putze ich die zweite Hälfte des Unterwassers. Dann gehe ich wieder in das Internet um herauszufinden, ob und wo ich Blue Bie über den Sommer aus dem Wasser nehmen könnte und mache noch ein paar Telefone in die Schweiz. Goober ist schon genial, ich kann weltweit gratis telefonieren! |
English Harbour von oben |
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Montag, 8. Januar
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Den Morgen verbringe ich im Internet Café, sichte erste Offerten für die Sommerlagerung der Blue Bie an und schaue, wo ich günstig an Kitematerial kommen kann. Am frühen Nachmittag schrubbe ich das Deck. Doch ich nehme es gemütlich und höre nach der Hälfte des Decks auf. Ich muss morgen ja auch noch was zu tun haben! Am Nachmittag gehe ich bei Rowland vorbei und wir gehen mit einem Kollegen von ihm in die Happy Hour. So langsam beginne ich hier Leute kennen zu lernen. Die meisten sind jung, haben oder suchen Arbeit auf den grossen Yachten hier in der Marina. So geht es nahtlos von der Happy Hour zu einem frühen Nachtessen über. Die Yachten sind riesig - unter 20m oder 5 Salingen ist man ein Nobody. In der Nacht sind die Boote wie Christbäume beleuchtet. Stromsparen scheint kein Thema zu sein :) |
Superyachten |
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Dienstag, 9. Januar
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Nach einem Frühstück an Bord schrubbe ich die zweite Hälfte der Blue Bie. Dabei werde ich jäh von einem grossen Regenschauer unterbrochen. Ich schaue das neue Yachting World an und lese einen Artikel über „Maltese Falcon“ einem neuen Hightech Rahsegler mit automatischer Segeleinstellung. Danach gehe ich erst mal zum Franzosen, gönne mir einen Pastis und eine Fischsuppe ehe ich den Reparaturen nachgehe. Gut mache ich das: Beim Gennakerbaum gibt es eine Frage, aber sie würden nicht fragen kommen, sondern warten einfach. Der Anlasser läuft – auch ohne Reparatur. Jetzt verstehe ich die Welt nicht mehr. Was das wohl ist? Da muss ich wohl noch etwas probieren. Der Autopilot müsste später diese Woche auch bereit sein. |
Maltese Falcon |
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Mittwoch, 10. Januar
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Heute Morgen war ich nochmals bei den Motorenmechaniker um ein neues Startschloss für den Motor zu bestellen. Danach war Dolce Far Niente angesagt: Am späten Vormittag habe gefrühstückt und zwei neue Kites (North Rebel 10 & 14 m2) bestellt, die ich in einem Monat in St. Martin abholen kann, war um 12.00h bei Rowland zum Tee trinken, danach haben wir geholfen eine 20m Yacht zu verholen und waren schnorcheln und freitauchen. Das ging mit seinen Tips auf Anhieb recht gut. Nachher habe ich den Autopiloten abgeholt und noch Bekannte aus Las Palmas getroffen, die jetzt auch angekommen sind. Dann noch ein Telefon in die Schweiz, etwas Alphorn spielen und schon war es wieder Zeit für das Nachtessen. |
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Donnerstag, 11. Januar
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Den Morgen habe ich Blue Bie gewidmet, den Sonnenschutz über den Fenstern montiert, Schrauben abgedichtet und alte Silikonreste entfernt. Nach einem kleinen Mittagessen an Bord habe ich das neue Dinghi geholt: Was für ein Unterschied: Es ist gleich lang und nur wenig breiter, doch fühlt es sich viel grösser an. Vor allem ist es dicht und liegt deutlich höher im Wasser und spritzt mich nicht nass, sobald ich in das Gleiten komme. |
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Freitag, 12. Januar
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Nachdem ich gestern nicht im Internet war, gehe ich zuerst in das Seabreeze frühstücken und meine Mails anschauen. Anschliessend habe ich noch ein paar Besorgungen gemacht. Am Nachmittag habe ich per Funk geschaut, wie es meinen diversen Reparaturen geht. Der Funk ist schon bequem. Anstatt von Geschäft zu Geschäft zu laufen, kann ich alle Fragen vom Schiff aus erledigen. Ausser dem Gennakerbaum sieht alles gut aus, für diesen können sie das Originalteil nicht auftreiben. |
Seabreeze Café |
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Samstag, 13. Januar
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Rowland und Matt wollten frühmorgens mein altes Dinghi holen kommen und ich war früh wach. Ich hatte zwar gestern nur gerade ein Bier, aber heute morgen einen megablöden Kopf! So versuche ich die Genua herunterzunehmen, um sie mit dem Dinghi gleich zum Segelmacher zu fahren. Doch eine Schraube, welche die Vorstagssegmente zusammenhält hat sich gelöst und ich kriege die Genua nicht herunter. So warte ich bis Rowland und Matt um 9.00h kommen, um in den Mast zu entern und die Schraube anzuziehen. Nachdem alles erledigt war, gingen Rowland und ich frühstücken. Danach beginne ich die Blue Bie zu entrosten, Das wird eine langwierige Aufgabe, denn ich muss immer wieder nachspülen. Irgendwie vergeht die Zeit wie im Fluge, denn kaum war ich im Internet und Zeit am Telefon, wird es auch schon wieder dunkel. So erfahre ich, dass Rolf Junker und mein Pa mich nächsten Freitag für zwei Wochen besuchen werden. Ideales Timing, bis dann müsste alles soweit fertig sein. |
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Sonntag, 14. Januar
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Ich kann einfach nicht von einem guten Buch lassen. So lese ich im Bett, frühstücke und gehe nachher in das Seabreeze Café weiterlesen bis ich das Buch fertig habe. So schön kann ein Sonntag sein. Die Sonne scheint, die Luft ist wahnsinnig klar und die Bäume wetteifern in allen Grüntönen. |
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Montag, 15. Januar
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Heute putze ich die Blue Bie wieder einmal innen heraus. Keine Ahnung, woher der viele Staub kommt, es ist wirklich nötig. Am Mittag kommt Steven vorbei und wir gehen zusammen erst an den Strand und dann zusammen auf eine einstündige Wanderung. Am Schluss laufen wir am Seabreeze Café vorbei und sehen die Leute am Kaffeetrinken. Da sagt er: „Und hier sind die reichen Leute“. Mir hat der Nachmittag mit der Wanderung ebenso viel Spass gemacht wie am Vortag das Buch im Seabreeze Café lesen. Schön, dass ich beides geniessen kann. |
Einsiedlerkrebs |
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Dienstag, 16. Januar
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Es ist immer wieder ein eigenartiges Gefühl, wenn der Tag des Lossegelns näher rückt. Mit Blue Bie sicher vor Anker, mir komfortabel an Land und doch einigen Sachen die noch zu erledigen sind, scheint es mir unmöglich überhaupt je wieder loszusegeln. So gehen hunderte Gedanken durch den Kopf, was auf dem nächsten Törn alles schief gehen könnte. Doch je mehr ich erledigen kann, desto wohler wird es mir und ich freue mich immer mehr darauf, loszufahren. |
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Mittwoch, 17. Januar
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Wenn man es am wenigsten erwartet klappt es doch: Ich habe nicht damit gerechnet, dass heute die Genua fertig wird und doch ist sie um 17.00h fertig. Ebenso kann ich den Schlüsselschalter für den Motor abholen, montieren und der Motor läuft auf Anhieb. |
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Donnerstag, 18. Januar
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Nachdem es am Abend und in der Nacht einige Male geregnet hat, ist das Wetter jetzt stabiler. Blue Bie ist bereit, ich bin es auch. Also wieso soll ich bis am Abend warten um einen Nachttörn zu machen? So entscheide ich mich für die einfache Variante, das heisst nach Deshaies zu segeln. Nach dem Ausklarieren heisst es motoren an und Anker los. Doch der Steuerbordmotor will nicht starten. Das gibt’s doch nicht!!! Auch mehrere Versuche die Verkabelung des Anlassers zu überbrücken nützen nichts. So starte ich halt bloss den Backbordmotor. Der Ankerkette klemmt auch noch unter einem Korallenblock, doch nach einer Stunde bin ich unterwegs. |
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Freitag, 19. Januar
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Deshaies ist ein kleines Fischerdorf mit ganz anderen Eindrücken als English Harbour. Ich höre Vögel zwitschern, es hat wunderschöne tropische Pflanzen und die Kirche läutet jede Viertelstunde. |
Botanischer Garten |
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Samstag, 20. Oktober
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Pa und Rolf sind gestern gegen Mitternacht angekommen. Wir nehmen es gemütlich, leben uns heute erst einmal ein und bleiben die Nacht hier. So gehen Pa und Rolf die Ortschaft erkunden und einen Pastis trinken, dann gehe ich zum Zoll um für morgen auszuklarieren – er hat heute immerhin von 13.00-14.00h offen :) |
Deshaies |
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Sonntag, 21. Januar
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Wir wollen früh los Richtung Jolly Harbour auf Antigua. Doch wie könnte es anders sein – der Backbordmotor springt nicht an. Der Steuerbordmotor, welchen ich gestern repariert habe, läuft heute ;) Alle Versuche von Rolf fruchten nichts und so entscheiden wir uns Falmouth Harbour auf Antigua anzulaufen, um den Motor reparieren zu lassen. |
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Montag, 22. Januar
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Immerhin ist der Motor am Sonntag stehen geblieben. So kann ich als erstes zu den Mechanikern gehen. Sie wollen um 11.00h kommen. Da können wir gemütlich nach English Harbour zum Einklarieren und die reparierte Genua abholen. Der Mechaniker kommt nach zweimaligem Nachfragen gegen 16.00h. Das lässt uns genügend Zeit, ein paar Kleinigkeiten an der Blue Bie zu machen. Nach zweimaligem Kopfschütteln geht der Mechaniker zurück in die Werkstatt und verspricht morgen wieder zu kommen. |
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Dienstag, 23. Januar
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Tatsächlich, punkt 9.00h steht der Mechaniker bereit. Trotz dem engen Maschinenraum bemüht er sich sehr. Es ist die Einspritzpumpe die nicht funktioniert. Wieder erwarten muss er nicht die ganze ersetzen oder revidieren lassen, sondern kann sie selber reparieren. |
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Mittwoch, 24. Januar
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Donnerstag, 25. Januar
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Nach einer ruhigen Nacht vor Anker laufen wir um 9.00h Richtung Barbuda aus. Zuerst wollen wir durch eine enge Riffpassage. Mit einem Umweg gibt es eine breite Durchfahrt, aber die Passage müsste bei dieser ruhigen See machbar sein. Ausserhalb des Riffs fährt ein Frachter gegen uns. Plötzlich schwenkt er 90° auf uns zu, fährt Volldampf durch die Riffpassage und dreht wieder 90° ab. Wenn der das mit Vollgas kann, müsste es für uns auch gehen! Langsam tasten wir uns durch und haben die Passage 10 Minuten hinter uns – und hatten nie weniger als 10m Wasser unter dem Schwert. |
Tauchen light |
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Freitag, 26. Januar
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Der Wind wird auch tagsüber nicht viel stärker und so kommen wir gegen 14.00h in St. Barth an. Nach einem Mittagessen an Bord gehe ich einklarieren und wir bummeln durch Gustavia. Gustavia ist unglaublich chic und ich habe noch nie viele schöne Leute gesehen. Boutique reiht sich an Boutique und die Restaurantpreise sind hohes europäisches Niveau. Trotzdem gefällt es mir gut und wir geniessen es, nach zwei Nachtessen an Bord wieder auswärts zu Essen. |
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Samstag, 27. Januar
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Heute machen wir wieder getrenntes Programm. Pa und Rolf gehen mit dem lokalen Bus auf eine Inselrundfahrt – was für die ganze Insel gerade mal 2 Stunden dauert. Ich mache es mir unterdessen in einem Café mit WiFi gemütlich. Unglaublich, wie schnell die Zeit im Internet und mit Mailen immer wieder vergeht. |
Rolf und Pa |
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Sonntag, 28. Januar
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Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir den 2-stündigen Übersegler nach St. Martin. Wie meist, fange ich knapp vor dem Einlaufen einen Fisch: Diesmal einen Prachtkerl von Thunfisch. Er wehrt sich ohne Ende, doch am Schluss habe ich die besseren Karten. Da der Zoll über das Wochenende geschlossen hat, gehen wir in die Orient Bay. Das ist die Badebucht von St. Martin. Hier hat es jede Menge Liegestühle, Strandbars und Jetskis. Der Ankerplatz ist gigantisch: Vorne über einem Riff der offene Ozean, auf Backbord eine Insel und auf Steuerbord der Strand. |
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Montag, 29. Januar
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Wir segeln von der Orient Bay nach Marigot, der Hauptstadt des französischen Teils von St. Martin. St. Martin ist zwischen Frankreich und Holland zweigeteilt. Nach frischem Sashimi als Mittagessen erkunden wir Marigot. Marigot ist eine kleine geschäftige Stadt. So kann ich noch ein Kopfkissen kaufen und beim Kiteshop vorbeischauen, bei dem ich die Kites bestellt habe, obwohl diese erst in ein paar Wochen kommen werden. Nachher trennen wir uns wieder. Rolf geht laufen, Pa geht auf das Boot und ich suche ein Café mit WiFi. Erstmals muss ich danach suchen, doch dank der Hilfe des Kiteshop Besitzers werde ich fündig. |
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Dienstag, 30. Januar
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Fast wie arbeiten. Die Zeit mit Rolf und Pa fliegt nur so vorbei. Wir verbringen einen ganzen Tag in Marigot. Die Blue Bie lässt mich wieder einmal im Stich: Beide Alternatoren laufen nicht und wir finden keine Ursache. So können wir keinen Strom und Wasser machen. Entsprechend müssen wir uns einschränken und ich bin genervt, dass ich meinen Gästen nicht bieten kann, was ich gerne würde. Pa und ich gehen über die grosse Lagune in den holländischen Teil von St. Marteen technisches Zubehör einkaufen. St. Maarten ist duty free und hat die grössten Yacht Shops der Karibik. |
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Mittwoch, 31. Januar
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Doch immerhin segelt Blue Bie bestens und so segeln wir während den nächsten Tagen viel – zurück Richtung Guadeloupe. Zuerst segeln wir nach Statia, wo wir in der Oranjebaaj Anker werfen. Ein ganz komischer Ort: Ein riesiges Erdölumschlagslager und ein kleiner Ort oben am Hügel, aber keine Yachtinfrastruktur. Nicht überraschend: Die Bucht hat ganz schön Dünung und die Einrumpfboote schaukeln von Seite zu Seite - hin und her, die ganze Nacht! |
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Donnerstag, 1. Februar
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Am Abend ankern wir in Nevis wir an einem wunderschönen palmengesäumten Strand neben der Hauptstadt Charlottesville. Nur haben die Palmen keine Wedel mehr. Es scheint als hätte ein Sturm sein Opfer gefordert. Wir klarieren gar nicht erst ein, es geht ja morgen früh weiter. |
Nevis |
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Freitag, 2. Februar
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Und wie es weiter geht. Der Wind hat mittlerweile auf 25 kn aufgefrischt und wir müssen heute während 9 Stunden gegen Montserrat aufkreuzen. Dabei kommen wir an Redonda vorbei. Kaum mehr als ein Felsen im Wasser und doch ein eigenes Königreich. Die Krone wird von einem Schriftsteller jeweils einen anderen weitergegeben. |
Redonda |
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Samstag, 3. Februar
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Nochmals geht es hart am Wind an der Ostküste von Montserrat entlang gegen Guadeloupe und wir laufen am frühen Nachmittag in Deshaies ein, wo ich die beiden am Anfang ihres Urlaubs aufgeladen habe. Der Vulkan auf Montserrat ist 1995 letztmals ausgebrochen und von 11,000 Einwohnern sind mehr als zwei Drittel weggezogen. Als wir gestern im Lee der Insel hochgekreuzt sind, konnten wir den Schwefelgeruch des Vulkans deutlich riechen. Heute können wir die noch immer rauchende Flanke des Vulkans sehen. Schon eindrücklich und ein Zeichen wie stark die Natur ist. |
Montserrat |
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Sonntag, 4. Februar
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In der Landabdeckung von Guadeloupe segeln wir bis Basse-Terre, welches wir links liegen lassen und nochmals 2 Stunden gegen den Wind bis auf die Saintes. Hier ankern wir vor Bourg des Saintes und geniessen die Ambiance des Dörfchens. |
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Montag, 5. Februar
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Bei heftigen Regenschauern und Böen bis zu 30kn segeln wir von Bourg des Saintes nach Pointe à Pitre. 50m hinter uns läuft eine grosse Lagoon 500. Bei den heftigen Böen laufen beide Boote gleich schnell, doch als diese nach einer Stunde vorbei sind, ziehen wir leicht davon. Plötzlich hat er genug, schaltet den Motor ein und fährt ohne zu grüssen 20m im Lee an uns vorbei. Dabei haben wir gestern Abend noch mit ihnen geplaudert! |
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Dienstag, 6. Februar
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Endlich kann ich in Gudaloupe einklarieren: In Deshaies und Bourg des Saintes war der Zoll das ganze Wochenende geschlossen und gestern war der Zoll um 15.00h bereits nicht mehr besetzt. Doch das Einklarieren geht problemlos, obwohl wir auch die Tage vorher nirgends einklariert hatten. Wir erledigen noch einige Kleinigkeiten an Bord – nur die Alternatoren kriegen wir auch mit dem neuen Verteiler nicht zum Laufen. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen verlassen mich Rolf und Pa am frühen Nachmittag. Es war eine schöne Zeit mit ihnen, doch auch irgendwie anstrengend. Ich bin es mich einfach nicht mehr gewohnt, so viele Leute um mich herum zu haben. |
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