Bogota - Tayrona

Salinas ist bekannt als der schönste Strand von Ecuador. Doch er gefällt mir nicht, ist ein Stadtstrand mit einer vielbefahrenen Hauptstrasse und Hochhäusern. Da gefällt mir La Libertad, die Ortschaft der Einheimischen wesentlich besser. Es hat zwar weder schöne Strände, Restaurants oder Häuser, doch es ist viel authentischer und lebhafter. Die Marina Puerto Lucia befindet sich im Niemandsland zwischen Libertad und Salinas und ist umgeben von Appartmenthäusern die wie in der Schweiz nur während wenigen Wochen bewohnt sind. Das Marinagelände ist mit Swimming Pool, Restaurants, Kraftraum und Gratis-Internet luxeriös ausgestattet. Doch Läden und Restaurants sind eine Taxi- oder Radfahrt weg. So bin ich tagsüber mit dem Mountainbike unterwegs und gehe abends mit anderen Seglern per Taxi zum Nachtessen.

Die meisten Segler in Puerto Lucia haben ihr Boot für Unterhaltsarbeiten ausgewassert und ich komme mir ein wenig komisch vor, tagsüber am Swimming Pool zu lesen, während die anderen an ihren Booten arbeiten:)


Bogota by night

Nach einer Woche in Salinas fliege ich nach Bogota um Monica bei ihren letzten Vorbereitungen für den Umzug auf Blue Bie zu unterstützen. Sie hat vor zwei Wochen zu arbeiten aufgehört und ihre Ausbildung zum Tauch-Instruktor erfolgreich abgeschlossen. So sind wir fast jeden Tag unterwegs um letzte Amtshandlungen vorzunehmen und uns von Freunden zu verabschieden. Ich kann mich mit Bogota nicht so richtig anfreunden: Obwohl die Stadt ein gutes Angebot zum Leben und Ausgehen hat, regnet es fast jeden Tag und die Häuser sind ungeheizt und haben kein Warmwasser, dies obwohl sich die Temperaturen um die 15-20° bewegen. Trotzdem bin ich froh, hergefahren zu sein um Monica beim Abschied moralisch zu unterstützen und sie in ihrem Umfeld besser kennen zu lernen. Auf Blue Bie wird es dann noch genügend Neues geben.


Packing

cWir fahren mit ihrer Familie für eine Woche nach Taganga zum Tauchen. Wir sind zu sechst unterwegs und ich bin ganz froh, mich am Morgen mit einem Buch in den Schatten eines Baumes zurück ziehen zu können, während Monica ihre Familie Tauchunterricht erteilt. Es ist schon eine Umstellung von meinem Einsiedlerdasein auf Blue Bie zu einem engem Familienverbund.


Taganga

Die letzten Tage verbringen wir im Tayrona Nationalpark, erholen uns vom Tauchen und relaxen. Monica und ich waren im November schon dort und waren fast die einzigen Touristen.


Tayrona National Park

Jetzt über Ostern ist der Nationalpark überfüllt und wir hätten ohne unsere neuen Hängematten keinen Platz zum Übernachten gefunden.


Camping in Tayrona

In Bogota verfliegen zwei Tage mit Packen und Besuchen von Freunden und Familie. Bei aller Freude von Monica und mir über unser gemeinsames Leben, können Monica und ihre Mutter die eine oder andere Abschiedsträne nicht verdrücken.

Zurück an Bord verbringen wir die heissen Mittagsstunden im Swimming Pool und nützen die kühlen Morgen- und Abendstunden um unsere Vorräte aufzustocken, alles einzuräumen die neu galvanisierte Ankerkette zu montieren. Sogar das Zarpe erhalten wir termingerecht und sind schon bald bereit für die erste gemeinsame Fahrt nach Galapagos.


Moni's family

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