Viti Levu - Musket Cove (Fiji) |
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Viti Levu - Musket Cove (Fiji) in Google Maps (Webbrowser) und in Gooogle Earth (separates Programm) |
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18. September
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Nach 6 Monaten mit Crew an Bord laufe ich bei sonnigem Wetter und leichten achterlichen Winden erstmals wieder alleine aus. Schon nach einer Meile dreht der Wind und ich senke die Schwerter. Eines geht wie geplant nach unten, doch das andere rauscht nach unten aus und fällt nur nicht aus dem Schacht, weil es verkantet. Ich rolle sofort die Genua um Fahrt herauszunehmen und springe mit einer Leine über Bord und sichere das Schwert. Schliesslich fällt es doch noch unten aus dem Schacht – und schwimmt! Trotzdem ist es viel zu schwer um an Deck zu heben und so lasse ich das Dinghi in’s Wasser und hieve mit aller Kraft das Schwert in das Dinghi. Im Dinghi ziehe ich es hinter Blue Bie nach Musket Cove. Diesen Ankerplatz kenne ich und dort werde ich sicherlich jemanden finden, der mir hilft das Schwert zu montieren – ein Nachteil des Einhandsegelns. |
Namotu anchorage |
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19. September
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Am nächsten Morgen hilft mir Graham das Schwert an einem Fall aus dem Dinghi zu hieven und es wieder in den Schwertkasten gleiten zu lassen. Das geht viel einfacher als erwartet. Doch wieso habe ich das Schwert überhaupt verloren? Ich habe vor einigen Monaten das alte Schwertfall mit einem gleich dickeren, weicheren Fall ersetzt. Der sichernde Achterknoten hat bis jetzt in einer Öse gehalten – doch im neuen Fall ist er zu dünn und glitt durch. So kommt einmal der Roringstek, mein Lieblingsknoten, zum Einsatz. |
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20. September
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Wirklich viel gibt es auf Blue Bie im Moment nicht zu tun, so warte ich alle Winschen und geniesse den Nachmittag am Pool des Musket Cove Resorts, welchen alle Seglern offen steht. Abends grille ich mit andern Cruisern an der Strandbar das feine Sirloin Steak, welches ich beim Metzger in Nadi gefunden habe. |
Cloudbreak |
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21. September
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Ich laufe gegen Mittag ziemlich planlos aus, möchte den einen oder anderen Surf Spot anschauen und irgendwann in den nächsten Tagen Likuri anlaufen. Bereits die erste Insel sieht einladend aus und ich ankere vor Namotu, nachdem ich über Funk um Erlaubnis gefragt habe. Traditionell gehören das Land, der Strand und das Wasser zu den Dörfern. Die Resorts nehmen sich dasselbe Recht heraus und bisher waren einige der weltbesten Surf Spots den Gästen der Resorts vorbehalten. Seit einem Monat gilt das nicht mehr – doch die Inseln dürfen trotzdem nur mit Bewilligung betreten werden. Ich erhalte sie, weil das Resort nicht ausgebucht ist?!? Alles ist fest in Surfer Hand und die Brandungswellen sind gigantisch und nichts für Anfänger. Auch der Beachbreak ist hoch und eine Welle füllt das Dinghi beim Ablegen. Gut, dass meine Kamera wasserdicht ist! |
Surfer tiki |
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22. September
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Danach geht wieder einmal alles schief: Der Kühlschrank läuft schon länger nicht richtig und ich kümmere mich auf der Passage darum, weil es keinen Wind hat. Doch schon nach wenigen Handgriffen läuft er überhaupt nicht mehr und ein Kontakt des eingebauten Voltmeters bricht. |
Robinson Crusoe action |
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Ich frage mich einmal mehr, ob ich für die mechanischen Herausforderungen das richtige Talent habe. Danach frischt der Wind auf 20 Knoten auf – natürlich genau auf die Nase. Ich schimpfe mit mir selber, dem Wind, … und brauche eine Stunde bis ich mich beruhige, den Wind und die Wellen geniesse und nach Likuri einlaufe. Den Kühlschrank bringe ich auch wieder zum Laufen wie bisher und weiss besser, worin das Problem liegt. Das Voltmeter bleibt ein Fall für den Spezialisten… |
Robinson Crusoe elegance |
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23-27. September
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Ich verbringe ein paar entspannte Tage beim Robinson Crusoe Resort auf Likuri Island. So kann man es eben auch machen: Cruiser sind bei allen Resort Aktivitäten jederzeit willkommen. Wieso auch nicht: Es macht keinen Unterschied, ob eine Person mehr zuschaut und mit Essen- und Getränkekonsumation kommt auch von den Cruisern einiges zusammen. |
Robinson Crusoe relaxation |
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Es fühlt sich schon ein wenig komisch an, allein unter Leuten zu essen, die zumindest jemanden anders zu kennen scheinen. So habe ich gerade alleine an meinem Tisch fertig gegessen als mich eine ältere Fidschianerin zu einem lokalen Tanz auffordert. Meine Versuche sind ziemlich ungelenk und die ganze Gruppe Fidschianer lacht und fotografiert mich. Doch das ist der Anfang von zwei schönen Tagen mit den Teilnehmern eines Seminars von Pacific Counseling & Social Services, einem Arm der fidschianischen Sozialhilfe. Schnell werde ich adoptiert und ein Dutzend Teilnehmer besucht mich an Bord. So schnell, ungeplant und unerwartet ist man nicht mehr alleine. |
Fiji Counseling on board |
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28. September - 2. Oktober
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Ich fahre zurück nach Port Denerau um fachmännische Unterstützung für meinen Kühlschrank und das Voltmeter zu finden. Der Kühlschrank ist doppelt ärgerlich, ist er doch keine 12 Monate alt! Die Spezialisten in der Marina können nicht so richtig helfen, doch in einem Videogerät-Reparaturshop arbeitet ein ‚Bastler‘, der weiss wie anpacken und lose Lötstellen und Anschlussklemmen richten kann. Danach läuft das Voltmeter wieder perfekt – doch für den Kühlschrank muss ich Ersatzteile aus Amerika kommen lassen. |
Port Denerau atmosphere |
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Schon komisch, jetzt wo ich weiss dass der Kühlschrank nicht funktioniert, fühle ich mich erleichtert! Die Ungewissheit ist weg und meine etwas angeschlagenen Batterien sind um ihre grösste Last erleichtert. So kann ich auch meine Vorräte wieder ergänzen und Richtung Musket Cove und die Yasawa Gruppe aufbrechen. Ich erfahre, dass ich am 21. Oktober anstatt wie worgesehen in der ersten Woche November in Musket Cove ausklarieren könnte und nicht nach Lautoka fahren müsste. |
Electronics repair |
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3. - 4. Oktober
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Ein weiterer Tagestörn bringt mich zur unbewohnten Navara Insel. Kaum ein Licht durchdringt das Dunkel der Nacht und ich habe selten so schöne Korallen gesehen wie hier. Dutzende Korallenarten bilden Türme, Plateaus und Täler unter Wasser, welche von verschiedenartigsten Fischen bevölkert werden. |
Navadra anchorage |
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5. - 8. Oktober
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Mein nächster Stop ist das Manta Ray Resort, wo ich mit Mantarochen schnorcheln möchte. Doch diese sind schon seit einem Monat nicht mehr hier und so geniesse ich die gute Küche und das freundliche Ambiente des Resorts, das fast ausschliesslich von jungen Backpackern besucht wird. Ich werde langsam älter– ich werde zwei Mal mit ‚Sie‘ angesprochen. Da ist mir das neutrale englische ‚you‘ deutlich sympathischer! |
Sunday in Somo village |
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9. - 10. Oktober
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Nach einigen Tagen Resort Leben, besuche ich das benachbarte Soso, ein Dorf mit 300 Einwohnern. Ich bringe dem Dorfvorsteher Sevu Sevu und sein Sohn Wuki segnet mein Präsent und ich werde im Dorf willkommen geheissen. Am Sonntag gehe ich in die Kirche. Der Kirchenchor singt das erste Lied unsichtbar ausserhalb der Kirche und mir ist als ob Engel singen:-) Es ist eine kraftvolle Predigt und ein wunderschöner Chor, auch wenn ich kein Wort verstehe. Ich werde anschliessend in verschiedene Häuser auf einen Schwatz, und schliesslich bei Wuki und Rosi zum Mittagessen eingeladen. Rosi kocht leckere lokale Knollengemüse und einen feinen Fisch aus dem Meer. Viel Geld hat das Dorf nicht – so wird mit dem reichlich vorhandenen Holz anstatt mit Gas gekocht. |
Wuki & Rosi |
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9. - 14. Oktober
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Für die nächsten Tage sind Dauerregen und drehende Wind angesagt und ich verhole in die ringsum geschützte Blue Lagoon. Auf dem Weg fange eine grosse spanische Makrele und kann jede Menge an Cruiser abgeben. Tags darauf werde ich von Miki und Volkart auf ihren Katamaran zum Fischessen eingeladen – auch er hat einen frischen Fisch gefangen und wir verbringen einen gemütlichen Herrenabend. Das Wetter kommt wie vorhergesagt und es regnet ununterbrochen. Ich fülle meine Tanks im Nu mit Regenwasser, backe ein frisches Brot und bin auf den Schweizer Yachten ‚Leika‘ und ‚Balena‘ zu Besuch. 3 von 7 Yachten vor Anker sind Schweizer Boote; Frank und Rita auf Leika habe ich dieses Jahr schon zweimal kurz gesehen, während ich Hansruedi, Luzian und Christoph auf Balena noch nicht kenne. |
Gecko on board! |
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15. Oktober
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Noch immer ist es wolkenverhangen, doch es hat aufgehört zu regnen und ich segle mit einer steifen Brise 40 Seemeilen zur Vomo und Treasure Insel. Segeln ist bei guten Bedingungen auch nach vier Jahren traumhaft und ich lasse Blue Bie unter Vollzeug dahin galoppieren. Gemäss Tabelle müsste ich ein Reff einstecken, doch richtig getrimmt lässt sie sich mit zwei Fingern steuern,. Dank frisch ersetzten Windfäden sehe ich endlich wieder wie das Segel getrimmt ist! |
Google Earth navigation |
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Die Ankerbucht auf der Vomo Insel ist zu unruhig und niemand im Resort kann entscheiden, ob ich bei ihnen Essen darf. So segle ich nochmals 10 Meilen zur Treasure Insel, wo ich mit letztem Licht eine Mooringboje aufnehme. |
Vomo Island |
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16. - 18. Oktober
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Einmal mehr bin ich zurück in Port Denarau. Es hat sich mittlerweile zu meiner Basis in Fidschi entwickelt. Es ist mit seiner Tourismus-Infrastruktur zwar nicht sehr Fidschi-typisch, doch ich fühle mich wohl hier. Umso mehr als ich Ralph auf Relax wiedersehe, mit dem ich in Französisch Polynesien und in Hawaii schon viel Zeit verbracht habe. Mit 10 anderen Cruisern gehen wir gemeinsam ein leckeres Spanferkel essen und unterhalten uns blendend. Ich habe an Blue Bie fast nichts zu machen, versenke mich in ein gutes Buch und versäume Ralph. Am Montag kommt das das bestellte Ersatzteil für den Kühlschrank und gegen Ende Woche sollte sich ein Wetterfenster für die Passage nach Neuseeland auftun. Genau rechtzeitig, um in Musket Cove die ‚End of Season Clearance‘ auszunützen. So kann ich mir den Törn nach Lautoka sparen, welches mit seinen Zuckerrohrbrennereien den Yachten doch ziemlich zusetzt. |
Dinner with Ralph & Marc |
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19. - 21. Oktober
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Langsam kenne ich die Winddreher nach Musket Cove und geniesse das Segeln, während 4 andere Boote an mir vorbei motoren. Ich schrubbe das Unterwasserschiff um in Neuseeland nicht von Amtes wegen auswassern muss und revidiere eine Winch, die heute blockiert hat. Ich grilliere am Abend an der Bar und esse mit anderen Cruisern. Doch ich habe mich selten so gelangweilt wie an diesen beiden Nachtessen. |
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