Marquesas - Tahiti |
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Marquesas - Tahiti in Google Maps (Webbrowser) und in Google Earth (separates Programm) |
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1. - 3. Juli: Überfahrt nach Fakarava (Tuamotus, F
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Wir zögern unsere Abfahrt von den Marquesas in den späten Nachmittag hinaus, um erst am 4. Tag in Fakarava anzukommen. Der Passat ist im Pazifik unregelmässiger als im Atlantik, teilweise weht er mit weniger als 10kn, dann wieder mit bis zu 30kn. Es zieht eine Kaltfront durch und kaum ausgelaufen, legt Blue Bie richtig los und lässt sich kaum zäumen. Wir legen wir in den 48 Stunden über 430 Seemeilen zurück und kommen schon am 3. Tag pünktlich zum Flutwechsel in Fakarava an. |
Tuamotus |
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Fakarava
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Fakarava ist ein typisches Südsee-Atoll: Ein Vulkan versinkt aufgrund der Plattenbewegung im Meer, doch das Riff wächst schnell genug um an der Oberfläche zu bleiben. Nachdem der Vulkan im Meer versunken ist, umschliesst nur ein ringförmiges Riff mit einigen Inseln eine Lagune. Das Atoll von Fakarava ist rund 40 Meilen lang und 10 Meilen breit – etwa so gross wie der Bodensee. Der Hauptort Rotoava liegt auf der grössten Insel, welche 10km lang und keine 100m breit ist. Wo auf den Marquesas Vulkangestein dominiert, findet man hier nur Korallenreste. |
Fakarava church |
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Einige Hundert Einwohner leben hier – Polynesier, Franzosen, aber auch Leute aus allen Herren Ländern, welche diese Insel schätzen gelernt haben. Auch wir lernen sie schätzen: Vor allem die Bäckerei, welche das beste Baguette in Französisch Polynesien bäckt. Ein (oder noch besser zwei) Baguettes und gute Butter, was will man mehr zum Frühstück! Das Dorf hat eine kurze betonierte Strasse, die Müllabfuhr funktioniert, alles wirkt europäisch sauber und organisiert. Das ganze Leben dreht sich um die Perlenzucht, Copra Ernte und ein wenig Tourismus. |
Fakarava houses |
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Wir gehen in den Pass auf der Nordseite des Atolls tauchen und sehen eine unglaublich reiche Fisch- und Korallenlandschaft. |
South Pacific paradise |
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Im Süden der Insel treffen wir einen Traumplatz schlechthin: Eine kleine Pension mit 10 Bungalows steht auf einer Palminsel, das Restaurant ist auf das Wasser hinaus gebaut und eine Tauchschule rundet das Angebot ab. Das Tauchen im Südpass von Fakarava ist das Beste was ich je erlebt habe: Hunderte Weissspitz-, Schwarzspitz- und Riffhaie patrouillieren im kaum 50m breiten Pass. |
Napoleon wrasse |
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Auch sonst ist das Fischleben äusserst abwechslungsreich und wir sehen riesige Schwärme von Groupern, Barrakudas, Pilot- und anderen Rifffischen. Überall sieht man Haie: Von der Restaurantterrasse, über dem knöcheltiefen Riff oder beim Schnorcheln. Doch alle sind gut gesättigt und zeigen keinerlei Interesse an uns. Nach zwei Tauchgängen mit der lokalen Tauchschule führen wir unser Dinghi ‚Gassi‘: Wir fahren mit dem Dinghi zum Aussenende des Passes, tauchen ab, nehmen das Dinghi an eine 30m lange Leine und lassen uns mitsamt des Dinghi durch den Pass in die Lagune treiben. |
Black-tip shark |
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Rangiroa
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Rangiroa ist wie Fakarava bekannt zum Tauchen. So braucht es nicht viel Überzeugungsarbeit von Anne und David von der Watermelon uns zu einem Dinghi-Drifttauchgang zu überzeugen. Doch so richtig viel sehen wir nicht – ich habe das Glück einen Delfin zu sehen, ansonsten sehen wir zwar den einen oder anderen Korallenstock und tropische Fische, aber das ist es dann bereits. Moni ist enttäuscht und überzeugt, dass wir am falschen Ort tauchten. Kann sein, doch auch einige Tage später auf einem Tauchgang mit dem Tauchcenter sieht sie nicht mehr. Der ‚Best of Rangiroa‘ Video beweist uns, dass das Tauchen wirklich toll sein kann. So begnügen wir uns damit, den Delfinen beim Surfen der stehenden Wellen im Pass zuzuschauen und endlich wieder einmal zu kitesurfen. Die Bedingungen sind nicht ideal – anstelle auf einem Sandstrand muss ich den Kite auf zerbrochenen Korallenstücken aufbauen und bin froh, kein Loch davonzutragen – doch auf dem Wasser fühle ich mich wieder so richtig wohl! |
Tuamotu paradise |
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Wir erleben den Nationalfeiertag, 14. Juli, auf Rangiroa. Die festfreudigen Polynesier schaffen es problemlos, den Unabhängigkeitstag ihrer französischen Kolonialherren als ihren Unabhängigkeitstag zu feiern. Wir feiern in Tiputa, einem 400-Seelendorf, erleben die Krönung der Miss Tiputa und sehen den Wettbewerb für den besten Sänger und Tänzer in vier verschiedenen Kategorien – inkl. Hip Hop:) Der Dorfgrösse entsprechend sind die Darbietungen sehr durchzogen – neben einigen Talenten und Profitänzern gibt es auch Familiengruppen, die mich zum Kuchenstand treiben;) Am nächsten Morgen findet das gross angekündigte Defilee statt: Zwei Fussballmannschaften und die Miss Tiputa Kandidatinnen ziehen entlang der Dorfstrasse zum Gemeindehaus, wo der Jugendchor die Marseillaise singt. Alles handgestrickt, aber äusserst liebenswürdig. |
Miss Tiputa candidates |
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Wir wären schon bald bereit weiterzuziehen, wenn nicht Michel und Any einlaufen würden. Sie sind Segelmacher und reparieren unseren Lazybag, Bimini und Spinnaker fachgerecht, worauf wir in Tahiti wohl einige Wochen hätten warten müssen. So haben wir ausgiebig Zeit, den Kontakt mit anderen Seglern zu pflegen. Es hat selten mehr als einige Yachten vor Anker, man kennt sich und so ergibt sich der eine oder andere gesellige Anlass. Ich habe das in Galapagos und vorher in der Karibik schon ein wenig vermisst –es hat wohl zu viele Yachten unterwegs um guten Kontakt untereinander zu haben. |
Tropical fish |
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Tikehau
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Wir haben noch immer keine zuverlässigen Angaben über den Strom in den Pässen der Atolle und so beginnt das Rätselraten, wann ein- und auszulaufen. Von einem 6kn starken Strom durch einen engen Pass getragen zu werden, fühlt sich an wie wenn man mit der Blue Bie einen Gebirgsbach herunterfährt. Stehende Wellen und starke Strudel von der Strömung erfordern meine volle Aufmerksamkeit. Unterwegs überrascht mich ein Regenschauer mit 30kn Wind unter Vollzeug (ja, ich weiss, sollte nicht passieren…) und die anschliessende Flaute verspätet uns in der Ankunft in Tikehau, so dass wir gegen eine auslaufende Strömung von 2.5kn in das Atoll einfahren müssen. Danach geht es durch eine mit Riffen gespickte Passage zum Dorf, wo die Ankerbucht viel zu unruhig ist. So segeln wir ausserhalb des betonnten Fahrwassers diagonal über das Atoll. Nach 10 angespannten Stunden ankern wir schliesslich sicher vor dem Motu Aua und ich schlafe um 19.00h für die nächsten 12 Stunden:) |
Standing waves in Rangiroa pass |
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Tikehau ist ein liebliches kleines Atoll und wir ankern vor einem kleinen Resort mit auf das Wasser hinaus gebauten Bungalows. Wie fast überall kostet die Übernachtung in einem Bungalow USD 500 (und aufwärts…). Wir geniessen die Atmosphäre mit einem Drink an der Bar, einem Ausflug mit dem lokalen Tauchcenter und einem feinen Nachtessen. Nach ein paar Tagen Dolce Far Niente, Kitesurfen und Tauchen segeln wir an das andere Ende der Insel um eine Perlenzucht zu besichtigen. Diese wird von einer religiösen Gemeinschaft betrieben, welche organischen Gemüseanbau betreibt. Es ist der einzige Gemüseanbau in ganz Tuamotu: Weil die Inseln kaum natürlichen Humus besitzt, wird fast alles auf (Kokospalm-) Kompost angepflanzt und wird bewässern. Die Perlenzucht ist wie bei 200 anderen von insgesamt 500 Perlenfarmen vorüber stillgelegt; die Rezession und die Wirtschaftspolitik Französisch Polynesiens zwingt sie dazu. Es ist eine reizende Gegend, die Leute sind äusserst freundlich und wir könnten noch eine Weile hier bleiben. |
Black perles |
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Doch so langsam aber sicher geht alles aus: Die Batterien sind am Ende ihrer Lebensdauer und wir können tagsüber den Strom konsumieren, den wir mit den Sonnenzellen generieren; die (Koch-)Gasflasche ist fast leer, das Wasser wird langsam knapp und frische Lebensmittel haben wir vor Wochen das letzte Mal gesehen... Auch ich habe mir zu wenig Ruhe gegönnt, bin zu viel am Kitesurfen und Tauchen und diverse kleine Wunden infizieren sich und eitern. So gut es uns in den Tuamotus gefällt, ist es jetzt Zeit nach Tahiti zu fahren um Blue Bie und mir eine Reparatur- und Ruhepause zu gönnen. |
Tikehau |
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Tahiti
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Tahiti und die umliegenden Gesellschaftsinseln liegen geologisch zwischen den älteren Tuamotus und den jüngeren Marquesas Inseln. So hat sich bereits ein Barriere-Riff gebildet, doch der Vulkankrater erhebt sich noch 2000m über Meer. Gewaltig die Vorstellung, dass dieser wie in den Tuamotus eines Tages unter die Wasseroberfläche verschwindet und nur eine Lagune innerhalb des Riffgürtels zurück bleibt. |
Windy Papeete |
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Die Zeit verfliegt mit Besorgungen und Arbeiten und leider auch einiger Aufregung! Als ich die frisch gekauften Batterien anschliesse, funkt es gewaltig und es riecht verbrennt. Beim Ausmessen der nagelneuen Batterien stelle ich fest, dass der Plus und Minus-Pol von 2 der 3 neuen Batterien vertauscht sind! Nach einigen bangen Stunden und einem halben Dutzend ersetzten Sicherungen gebe ich Entwarnung: Alle Verbraucher und Ladegeräte haben den Schock überlebt und funktionieren. Gut zu wissen, dass alles so sauber abgesichert ist:) Nach einer Woche ist meine Arbeitsliste so gut wie leer und doch ist Blue Bie nicht segelbereit – wir warten auf Michel, der die Reparatur der Passerelle durchführen wird:( |
Wrong polarity |
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Die Reparatur der Passerelle zieht sich dann doch recht dahin und ich habe nütze die Zeit um eine neue Seereling aus High-Tech Tauwerk zu spleissen und montieren. Sieht richtig sexy aus – und ist erst noch günstiger und leichter als die bisherige Lösung aus Draht. Ich bin froh, dass ich immer wieder Zeit für einen Reparaturhalt ‚einplane‘, so haben wir keinen Termindruck. Auch diese Periode geht vorbei und nach zwei Wochen ist Blue Bie fit für neue Taten: Die Gasflaschen sind voll, die Diesel- und Wassertanks sind gefüllt und im nahe gelegenen Carrefour haben wir die Lebensmittelvorräte wieder aufgestockt: Zwar nicht ganz so günstig wie in Panama, doch wer Gänseleber und andere Delikatessen kauft, darf nicht allzu laut über die Preise jammern! |
On the way to Moorea |
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