Kuba - San Blas

Kuba - San Blas auf Google Earth


Montag, 19. Mai - Dienstag, 20. Mai

Nach 4 Wochen auf Kuba ist es Zeit Abschied zu nehmen. Eine wunderschöne Zeit, an die wir uns noch lange erinnern werden. Der Wind ist leicht und südlicher als erhofft. So segeln wir die nächsten zwei Tage hart am Wind und müssen sogar den einen oder anderen Kreuzschlag einlegen. Segeln gegen den Wind ist langsam, häufig nass und ruppig. Doch Blue Bie’s Bewegungen sind bei diesem leichten Wind sanft und wir haben Zeit. So geniessen wir die Fahrt, wenden alle paar Stunden, lassen Kuba Revue passieren und schmieden Pläne. Eine grosse Schule Delfine spielt eine halbe Stunde mit und um Blue Bie. Erstmals sehen wir auch Babydelfine, die keine 10cm von der Seite ihrer Mutter weichen.

Grand Cayman kommt vor Sonnenaufgang des 21. Mai in Sicht. Wir bergen das Grosssegel und reffen die Genua um erst nach Sonnenaufgang einzulaufen.


Mittwoch, 21. Mai

Bis zum Einklarieren warten wir an einer Mooringboje. Zwei Stunden und 4 Kreuzfahrtschiffe später können wir an der Pier anlegen und sind 15 Minuten später einklariert. Kostenlos - ebenso wie die erstklassige Mooring. So stürzen wir uns nach der langen Enthaltsamkeit in Venezuela, Haiti, Jamaica und Kuba wieder einmal so richtig in das westliche Einkaufsparadies. Doch es gibt für uns nichts zu kaufen. Die Läden sind mit Souvenirs, Uhren und Schmuck auf Kreuzfahrttouristen ausgelegt. Nach einer Stunde geben wir es auf und gehen in einen Coffee Shop mit WiFi Zugang. In der ersten halben Stunde lade ich 30MB Mails herunter und geniesse ein Scone und einen Espresso– mmmh. Nach so langer Zeit in der dritten Welt fallen mir die vielen Leuten mit Mobiltelefonen, bleichen Banker und Anwälte (haben sie kein Wochenende auf dieser Sonneninsel?), eine Rolltreppe und saubere Toiletten mit Papier und Handtüchern.

Am späteren Nachmittag nehmen wir ein Bier an einer Strandbar. Ein perfektes Timing: der Champions League Final wird gerade ausgetragen. Den lasse ich mir natürlich nicht entgehen:)


Champions League Final

Donnerstag, 22. Mai

Wir verbringen fast den ganzen Tag in zwei Restaurants mit WiFi Zugang. Wir sind sehr schnell ernüchtert über das Angebot in George Town und werden vor dem Auslaufen nur einen kurzen Ausflug in den Supermarkt machen. Heute liegen drei neue Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Sie laufen üblicherweise um 7.00h ein und verlassen Grand Cayman gegen 16.00h wieder. Ab 15.00h kehrt Ruhe in das kleine Städtchen ein und ab 17.00h sind alle Läden geschlossen. „9 to 5“, das gilt hier noch.

Obwohl ich mir immer mehr wie im Disneyland vorkomme, geniesse ich das zarte Steak in einem auf das Meer hinaus gebaute Restaurant doch sehr!


George Town

Freitag, 23. Mai

Wir lernen mehr und mehr über Grand Cayman. Tourismus und Banking sind die beiden grossen Einkommensquellen. Es sind nicht die Kreuzfahrtschiffe, welche den Hauptanteil des Tourismus ausmachen, sondern die vielen Hotels und Ressorts. Dabei habe ich in der Schweiz nie über die Urlaubsdestination Cayman Islands gehört. Alle 5 Stern Hotelketten sind mit Ressorts vertreten. Die Gäste schätzen die Sicherheit, den hohen Entwicklungsstandard und das karibische Wetter.

Nach einer ‚gesunden’ Portion Nachos schwinge mich auf das Fahrrad und erkunde die Gegend. Grand Cayman ist klein, kaum 30 km lang und 10km breit mit einer riesigen Lagune und grossen unbewohnten Sumpfgebieten. Ausserhalb von George Town hat es Shopping Malls und Zentren wie in den USA und man kriegt fast alles – wenn auch nicht günstig. Ich radle von Computershop zu Computershop um Speicher für meinen Laptop zu finden, nachdem eine Speicherbank vor zwei Monaten ausgefallen ist. Beim Stöbern in einem Buchladen lese ich in einem Reiseführer, dass es keine Strasse von Panama nach Lateinamerika gibt. Dabei wollten wir mit dem Bus von Panama Lateinamerika bereisen! Da müssen wir unsere Reisepläne überdenken, entweder ab Panama fliegen oder gegen den Wind nach Cartagena (Kolumbien) segeln und unsere Lateinamerikareise von dort antreten.


Samstag, 24. Mai

Eigentlich möchten wir nur kurz auf Grand Cayman bleiben und baldmöglichst Richtung Panama segeln. Doch das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung: Vor Montag können wir wegen ungünstiger Windrichtung kaum auslaufen und bereits vier Tage später kommt eine erste tropische Depression mit stürmischen Winden von Panama auf Grand Cayman zu. Doch wir brauchen 2-4 Tage zum nächsten sicheren Hafen. Das ist zu knapp und so akzeptiere ich das Wetterverdikt, mindestens eine Woche hier bleiben zu müssen und den Sturm direkt über uns weg ziehen zu lassen. Doch wo lassen wir Blue Bie? An der exponierten Mooring?

Das Schicksal meint es gut mit uns: Kaum haben wir entschieden hier zu bleiben, treffen wir Pete und Mary Anne, kanadische Seglerfreunde von Nila, die sich auf Grand Cayman niedergelassen haben. Es ist ein herzliches Wiedersehen. Sie bieten uns an, ihren Zweitwagen zu benützen und Blue Bie am Steg ihres Nachbarn zu belegen. Damit ist Blue Bie auch sicher sein, wenn das schlechte Wetter direkt über uns hinweg zieht.


Sonntag, 25. Mai

Unser Ankerplatz, keine 100m von den Kreuzfahrtschiffen weg, hat super klares Wasser, intakte Riffe und wir schnorcheln eine Stunde um Blue Bie herum. Es ist ruhig in der Stadt heute. Am Freitag war ein Kreuzfahrtschiff hier, gestern und heute keines. Zudem sind alle Läden geschlossen. So nütze ich das fast überall vorhandene WiFi um mich wieder einmal um meine Bankangelegenheiten zu kümmern.


Montag, 26. Mai

Wir machen uns auf den Weg in die grosse Lagune von Grand Cayman. Auf halbem Weg stoppen wir in ‚Stingray City’, einer Sandbank hinter dem Riff welches die Lagune schützt. Hier haben früher die Fischer die Fische ausgenommen, was Stachelrochen anlockte. Heute füttern Touristen- und Tauchboote die Stachelrochen. Diese sind mittlerweile handzahm und Nila und ich schwimmen mitten unter diesen faszinierenden Tieren. Sie lassen sich nicht nur berühren, sie lieben es gestreichelt zu werden und zwei Dutzend schwimmen um uns herum und über uns hinweg, wenn wir zu ihnen tauchen. Ihre Haut fühlt sich weich und samtig an. Wir sind total fasziniert.


Stingray City I

Unser Liegeplatz ist im North Sound, einem Kanal, mit einem Dutzend Seitenkanälen und jeweils 6 Liegenschaften mit eigenem Bootssteg. Etwa die Hälfte ist bebaut. Vor 3 Jahren hat der Wirbelsturm „Ivan“ 90% aller Häuser auf Grand Cayman zerstört. Kein Wunder sieht alles so neu aus! Wir legen am Dock des ehemaligen Polizeipräsidenten von Grand Cayman an, der im Moment am Segeln ist und hier bald ein Haus bauen wird. Einen sicheren Liegeplatz kann man sich kaum vorstellen. Doch bei Windgeschwindigkeiten von über 160kn oder 300km wie bei Ivan ist nichts wirklich sicher. Nicht nur die Häuser wurden zerstört, die ganze Insel wurde überflutet. Ich möchte nicht in so einem Gebiet wohnen und bewundere die Leute, die hier wieder bei Null beginnen.


Stingray City II

Dienstag, 27. Mai

Heute merke ich, wie viel Zeit man mit Einkaufen verplempern kann. Eine halbe Stunde im Geschäft, 10 Minuten im Auto, dann in das nächste Geschäft und schwups ist ein Tag um. Abends haben uns Pete und Mary Anne auf ihr Dock zum Essen eingeladen. Sie leben auf ihrem Motorsegler am Dock und werden bei Gelegenheit ein Haus bauen. Bis dann essen sie auf dem Dock und schlafen an Bord.


Our Cayman hosts: Pete & Mary Anne

Wir schlafen nicht besonders gut. Es ist sehr heiss, hat kaum in den Kanälen kaum Wind und wegen den Moskitos kann ich nicht im Cockpit schlafen. So läuft die ganze Nacht unser kleiner Ventilator, auch wenn er kaum Erleichterung bringt.


North Sound Dock

Mittwoch, 28. Mai

Ich erledige einige kleine Arbeiten an Bord und Nila wäscht. Die Arbeiten sind so klein, dass Pete sie verächtlich mit ‚Vanity’ abtut. Solche Aufgaben schaffen es bei ihm nicht einmal auf die Pendenzenliste! Schon schön, dass Blue Bie strukturell einwandfrei ist und ich nur Kleinigkeiten zu erledigen habe. Am Nachmittag gehen wir in die Stadt und bei der Segelmacherin vorbei. Sie ist ein Herz von einem Mensch, ändert unsere Cockpitkissen und will nicht einmal etwas dafür.


Donnerstag, 29. Mai

Zum ersten Mal seit zwei Monaten regnet es wieder so richtig. Es gibt keinen Grund aufzustehen und wir lesen im Bett. Wir bringen der Segelmacherin Schweizer Schokolade als Dankeschön für ihre Arbeit und die Cockpitstühle um sie neu zu beziehen. Ihr Kommentar werde ich wohl das ganze Leben nicht vergessen - aber nicht ganz jugendfrei:) Im Fischereiladen hat es eine so grosse Auswahl, dass ich kaum weiss, welche Köder ich kaufen soll. Ich kaufe eine kleine Auswahl und etwas Zubehör. So kann ich während dem für das Wochenende angesagten Regen Köder und Haken mit einem Metallvorfach montieren.


Freitag, 30. Mai

Wie vergeht doch die Zeit mit Besorgungen, Internet, Autofahren und Essen ohne dass bleibende Eindrücke zurück bleiben. Es hat nicht unbedingt mit Grand Cayman zu tun, aber wir tun hier viel zu wenig und schon gar nichts Erinnerungswürdiges.

Das Wetter hat sich wie angekündigt verschlechtert und es regnet den ganzen Tag. Wir laden Peter und Mary Anne zum Nachtessen auf Blue Bie ein. Schon lange habe ich mich nicht mehr so angeregt über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unterhalten und gleichzeitig so viel gelacht. Es ist wieder sehr heiss in der Koje und die Moskitos halten Einzug. Auf Grand Cayman passt es uns einfach zu wenig.


Samstag, 31. Mai

Noch vor dem Frühstück beschliessen wir morgen loszusegeln. Der Wetterbericht zeigt für die nächsten Tage nicht allzu viel Wind und teilweise von vorne, doch die weiteren Aussichten sind eher noch schlechter und wir haben es hier einfach gesehen… So benützen wir ein letztes Mal den Wagen von Peter und Mary Anne, klarieren aus, holen unsere neu bezogenen Cockpitstühle ab und kaufen im Supermarkt ein. Grand Cayman ist richtig teuer, weil alles importiert werden muss. Entgegen unseren Erwartungen brauchen wir nur etwas mehr als USD 100, da wir doch sehr zurückhaltend einkaufen. Zu guter letzt stöbern wir durch einen neuen, grossen und wunderschönen Buchladen und finden was wir suchen: Einen Reiseführer für Lateinamerika, ein Buch über Knoten und den „Economist“. Es ist schon nicht alles schlecht auf Grand Cayman …

Da alles so reibungslos läuft, beschliessen wir bereits heute Abend auszulaufen – wir möchten nicht nochmals eine Nacht mit Moskitos verbringen:) Gegen 16.00h haben wir alles organisiert und sind zum Auslaufen bereit. Wir verabschieden uns von Peter und Mary Anne, mit denen wir noch lange verbunden bleiben werden. Man macht beim Cruisen nicht häufig, aber doch immer wieder sehr gute Freunde.

Mir ist wichtig, dass Blue Bie jederzeit seeklar ist – ich möchte vor dem Lossegeln nicht erst eine Stunde aufräumen müssen. Das erscheint mir aus Sicherheitsüberlegungen wichtig und ich habe vorderhand nicht die Absicht, irgendwo sesshaft zu werden! Keine 5 Minuten vergehen mit dem Aufwärmen der Motoren, dem Einschalten die Navigationsinstrumente, dem Booten des PC's für die Navigation und dem Schliessen der Fluchtluken, bis wir bei leichtem Nieselregen die Leinen lösen können.


Sonntag, 1. Juni (Etmal: 140 Seemeilen)

Entgegen der Wettervorhersage kommt der Wind aus Nord- und nicht aus Südosten. So können wir 60-70° am Wind nicht nur unseren Kurs halten, sondern ein sattes Polster gegen Osten zulegen um uns gegen eine allfällige Winddrehung gegen Süden zu wappnen. Nur die Strömung steht mit 1-1.5kn gegen uns und verlangsamt unsere Fahrt.

Wir lassen uns von einer kurzen Gewitterböe mit 20kn überraschen und müssen nach dem Eindunkeln Grosssegel und Genua reffen. Mit dieser Besegelung durchsegeln wir die Nacht und gehen Wache. Der Wind dreht im Laufe des Tages 20° gegen Süden, aber noch immer können wir höher als notwendig laufen. Mit einem feinen Steak im Kühlschrank fischen wir nicht einmal. Wir geniessen das Segeln, die Ruhe und das Nichtstun sehr. Nirgends haben wir soviel Musse wie auf langen Segelstrecken.


Montag, 2. Juni (Etmal 145 Meilen)

Gegen Mittag passieren wir die Seranillo Bank. Sie ist der letzte Ausläufer einer 300 Seemeilen langen Untiefe östlich von Honduras. Ich hätte nicht gedacht, dass uns der Wind erlaubt, sie soweit draussen zu passieren. Einmal mehr zeigt sich, dass die Bedingungen auf See häufig besser sind als man im Hafen denkt. Kurz vor Ende der Bank fangen wir einen Jack-Fisch und sichern das Nacht- und morgige Mittagessen.

Der Wind bleibt die ganze Nacht konstant und wir gehen weiterhin Wache. Es ist schon angenehm, ein schnelles Schiff zu haben. So machen wir auch mit einem Reff in den Segeln gute Fahrt und können Boot und uns schonen.


Dienstag, 3. Juni (Etmal 170 Meilen)

So langsam aber sicher kommen wir in den Langdistanz Groove. Wir verlieren die Übersicht, wie lange wir schon unterwegs sind. Es sind herrliche Stunden an Bord: Es gibt kaum etwas zu tun ausser Fischen, Kochen, Essen & etwas Navigation. Es bleibt viel Zeit für Gedanken, Träume, Lesen, Pläne und Gespräche. Es ist ein einfaches und herrliches Leben und ich freue mich auf die zahlreichen grossen Passagen im nächsten Jahr!

Gegen Abend fällt der Barometer und eine ‚Easterly Wave’, die schwächere Form eines tropischen Sturms, zieht über Blue Bie hinweg. Der Wind stirbt fast gänzlich und ein Dutzend Gewitter ziehen über Blue Bie hinweg. Sie bringen viel Wetterleuchten, etwas Blitz und Donner, Regen und keinen Hauch Wind.


Mittwoch, 4. Juni (100 Meilen)

Den ganzen Tag über ziehen Gewitterwolken über uns durch. Doch wie letzte Nacht bringen sie weder Wind noch Regen. Im Gegenteil, der Wind lässt gegen Mittag stark nach und wir haben einen gemütlichen Nachmittag an Bord. Wir spielen UpWords (dreidimensionales Scrabble), überspielen Musik von meiner Harddisk auf den Memory Stick und hören sie über das Bordradio. Noch nie habe ich so spielerische Delfine wie heute gesehen. Einer macht neben Blue Bie ein Männchen, während andere wiederholt mit der Schwanzflosse auf das Wasser klatschen und Nila anspritzen. Die Begegnung mit Delfinen fasziniert mich einmal mehr.

Wie letzte Nacht ist uns das Wetter zu unsicher um ohne Wache zu segeln. Milliarden Sterne funkeln am Firmament und werden vom Wetterleuchten und durchziehenden Wolken nur kurz verdrängt.


Delfine

Donnerstag, 5. Juni

Noch immer hat sich das Wetter nicht beruhigt, dafür aber unsere Nerven. Wir haben es schon lange aufgegeben, Gewitterwolken auszuweichen oder beim Herannahen die Segel zu reffen. Sicherheitshalber lassen wir in der Nacht trotzdem ein Reff im Grosssegel. Zweimal mussten wir den Autopiloten ausschalten, weil er Blue Bie bei Windstille nicht mehr auf Kurs halten konnte.

Meine Anspannung fällt normalerweise nach dem Einklarieren in ein neues Land. Doch hier fällt mein Puls bereits beim Betreten der Insel. Alles ist beschaulich. Der Fussweg führt über die 200m lange Flugpiste, auf der Insel hat es 10 Gebäude und nichts bewegt sich! So ist auch das Einklarieren äusserst problemlos (wenn auch nicht kostenlos). Der Immigrationsbeamte gibt uns ein Visum für 30 Tage und erklärt, das unter der Hand zu verlängern, solange wir nachher direkt ausreisen. Der Beamte der Küstenwache erledigt seine Aufgabe in Badehose.


Freitag, 6. Juni

San Blas – darüber könnte man Seiten füllen. Ein Archipel von 340 Inseln, 40 davon bewohnt und keine grösser als einen Quadratkilometer. Sie werden ausschliesslich von 55'000 Kuna Indianern bewohnt, welche das Archipel selbst verwalten. Kein anderer Stamm konnte in Amerika seine Kultur so gut bewahren wie die Kunas. Besucher sind herzlich willkommen. Noch lange wird uns das herzliche 'Hola' der Kinder im Ohr bleiben, das uns überall entgegenschallt, auch wenn wir mit dem Dinghi mehr als 100m weg vorbei fahren. Doch kein Fremder darf sich niederlassen, noch ist eine gemischte Heirat erlaubt. Jede Insel verwaltet sich wiederum weitgehend selbst und alles Land wird gemeinschaftlich benützt. So kann und muss jeder Kokosnüsse (das Hauptprodukt der Inseln) pflücken, darf aber das Land nicht kommerziell benützen.


Porvenir

Unser erstes Kuna Dorf ist Wichub Huala auf der gleichnamigen Nachbarinsel. Sie ist fast vollständig mit Hütten überbaut. Die Wände sind aus Schilfrohr und das Dach aus Palmwedel. So benötigen sie kein Holz für den Hausbau – ein Lehrstück nachhaltiger Waldnutzung. Sie haben kein fliessendes Wasser und holen das Regenwasser mit Einbäumen von Flüssen des einige Kilometer entfernten Festlandes. Alles wirkt sehr sauber und die Leute sind sehr klein. Die Kunas sind nach den Pygmäern das zweitkleinste Volk der Welt. Kaum ein Mann reicht bis zu meiner Schulter und kaum eine Frau bis zu meiner Brust. Es fällt auf, dass im Gegensatz zu allen anderen Regionen der Karibik und Lateinamerika alle Leute dieselbe Hautfarbe haben.

Wir kaufen zum Nachtessen von Fischern zwei Langusten, garen sie einige Minuten und essen sie mit flüssiger Knoblauchbutter und Reis.


Wichub Huala

Samstag, 7. Juni

Wo andere eine Bierbüchse öffnen, öffne ich eine Silikonbüchse und dichte ich die Notluke, ein Decksluk und beginne meine Toilette neu zu verfugen. Am Nachmittag erkunden wir mit dem Dinghi Nalu Nega. Sie gleicht Wichub Huala, doch die Leute scheinen etwas wohlhabender zu sein. Zumindest sind die Wege breiter und der Basketball Platz besser ausgerüstet. Basketball ist der Nationalsport der Kunas - erstaunlich bei ihrer Körpergrösse. Wir haben keinen Basketballplatz gesehen, der nicht in Betrieb war!


Kuna woman

Nachdem ich während den letzten Monaten in allen Hardware-, Elektrik- und Segelläden ein spezielles zweiadriges Stromkabel gesucht habe, finde ich es hier in der Ecke eines Allerweltsladen! Auch Nila wird fündig und kauft von einer Kuna Frau eine Mola. Molas sind bunt bestickte und zusammengesetzte Stoffstücke, die zu Blusen verarbeitet werden, und sind neben Kokosnüssen und Fischfang die Haupteinnahmequelle der Kunas. Überall werden uns Molas angeboten und fast alle Frauen sitzen Frauen vor den Hütten, am Molas sticken. Es hat überall unendlich viele Kinder. Wie wir in den nächsten Wochen erfahren werden, gibt es kaum Familien mit weniger als 6 Kindern.


Bakery

Sonntag, 8. Juni

Heute mache ich einen ‚Yachtie-Tag’ und plaudere mit den Schweizern Silvio und Marinette und den Franzosen Pascale und Benedicte den Tag vorbei. Gestern waren wir Männer gemeinsam schnorcheln und Pascale hat mit der Harpune zwei schöne Fische erlegt, die wir gemeinsam gegessen haben. Ich bin froh, dass ich ihm beim Harpunenfischen zuschauen konnte. Es ist gar nicht einfach und bedarf guter Atem-, Tauch und Jagdtechnik. Ich glaube nicht, dass ich das wirklich lernen möchte und verwerfe den Gedanken, eine Harpune zu kaufen.

Seit unserer Ankunft in Kuna Yala (‚Kunaland’) hat sich die Sonne nicht gezeigt und wir müssen das erste Mal den Motor laufen lassen um Strom zu erzeugen. Ich schätze es sehr, dass wir mit den Sonnenzellen meist genügend Strom erzeugen können. Man könnte sagen, ich entwickle langsam aber sicher eine Lärmphobie. Zumindest Motorenlärm kann ich je länger je weniger ausstehen.

Von einem Fischer kaufen wir eine grosse Krabbe. Es ist ein ganz schönes Stück Arbeit sie aufzubrechen. Sie schmeckt mir gut, aber einer Languste ist doch wesentlich einfacher beizukommen!


Montag, 9. Juni

Nach drei Tagen in Porvenir möchten wir weitere San Blas Inseln sehen und wir segeln ein paar Seemeilen zu den Tupsuit Inseln. Sie sind sehr klein, gerade mal 100m lang und die Häuser quellen über das Ufer fast in das Wasser. Immer wieder kommen Kunas in ihren traditionellen ‚Ulus’ (Einbäumen) vorbei. Einige sind mit Segel, wenige mit einem Aussenborder ausgerüstet. Wir kaufen Limetten, Ananas und Mango und vereinbaren für Morgen einen Wanderausflug – sofern es nicht regnet.

Das Leben scheint schon sehr friedlich und es scheint keine Hektik zu geben. Der Morgen (ab 5.00h!) gehört der Arbeit, der Nachmittag und Abend der Familie und Gemeinschaft. Nur eine Familie hat einen Generator und wir werden gefragt, ob wir den Akku eines Mobiltelefones laden können. Klar können wir und laden innert zwei Tagen mehr als 20 Akkus. Immer wieder ziehen Ulus an uns vorbei, man winkt uns fröhlich zu und ein Ulu mit Kindern umfährt uns mehrmals. Sie lächeln uns schüchtern zu, lachen untereinander und rufen schliesslich ganz verwegen ‚Ola’. Ich weiss nicht, ob sie je Rad fahren lernen, aber mit den Ulus können sie bestens umgehen.


Full island

Dienstag, 10. Juni

Wir erkunden mit Predio, unserem Führer zuerst per Dinghi einen Flusslauf und wandern dann 2 Stunden zu einem der wenigen Kuna Dörfer im Landesinnern. Die Wanderung ist schön und der Regenwald duftet von den vergangenen Regenfällen, doch wir sehen kaum Wildleben. Dabei würden wir doch zu gerne Toucane sehen, die hier leben.


Kuna girls

Kunas bevorzugen Dörfer im Landesinnern, denn die ganze Versorgung erfolgt auf dem Wasserweg: Kolumbianische Händler bringen Reis, Zucker und andere Basisgüter, welche sie gegen Kokosnüsse, Ananas und andere Kuna-Erzeugnisse eintauschen. Dabei ist die Erde äusserst fruchtbar und das Dorf scheint in üppiger Natur unterzugehen. Auch das eine Folge der fehlenden Strasse von Panama nach Kolumbien. Kuna Yala kann nur ganz im Osten mit dem Auto erreicht werden. Der grösste Teil nur per Flugzeug oder Boot.


Rio Nicuesa

Zurück an Bord, kommen Erich und Katrin vorbei, Schweizer Segler die schon seit 2002 in der Karibik sind. Wir plaudern angeregt für eine Stunde, bis wir bei Predio auf heissen Kakao eingeladen sind. Ich nehme mein Alphorn mit und gebe zum Dank ein kleines Ständchen. Im Nu sind alle Kinder des Dorfes versammelt. Anschliessend sind wir eingeladen, die Dorfversammlung (Kongress) zu besuchen. Das Kongressgebäude ist auf jeder Insel das grösste Haus und jeden Abend versammeln sich die Männer um die gemeinsame Arbeit und die Geschehnisse des Tages zu besprechen. Heute ist ein spiritueller Kongress zu dem auch die Frauen eingeladen sind. Der Häuptling und sein Stellvertreter liegen in der Hängematte, während die Bewohner auf Holzbänken sitzen. Auch eine Art zu zeigen, wer der Chef ist:)

Dabei ist die Gesellschaft eine matriarche Gesellschaft. Der Besitz wird von der Mutter an die Töchter vererbt und die Männer ziehen nach der Heirat zur Familie der Frau. Hat eine Frau keine Töchter, wird ihre letzter Sohn als Transvestit erzogen. Sie werden sehr geschätzt und haben eine Ehrenstellung innerhalb der Kunas. Auch die schönsten Molas werden von Transvestiten gemacht.


Basketball court

Mittwoch, 11. Juni

Nach einigen kleinen Erledigungen an Bord holen wir Wasser ‚Insel-Style’. Wir fahren mit dem Dinghi zum einen Kilometer entfernten Flusslauf und paddeln den knapp knietiefen Fluss ein paar hundert Meter nach oben, wo wir mit Einheimischen Wasser fassen. Wir möchten vor allem schauen – selber Wasser fassen ist die beste Ausrede dafür! Die Kunas holen hier Wasser, waschen Wäsche und sich selbst. Auf dem Heimweg zieht ein heftiges Gewitter über uns hinweg. Der zu schwer beladene Einbaum eines Mädchens sinkt auf dem Rückweg im flachen Wasser und wir nehmen sie und ihre zweijährige Schwester im Dinghi mit nach Hause. Die kleine Schwester zittert im Regen am ganzen Leib und ist total verstört – doch das geschenkte Bonbon lässt sie keine Sekunde aus der Hand!

Am Nachmittag haben wir Full-House an Bord: Vier Männer bitten um Werkzeug, um ihren Generator zu reparieren. Ich helfe so gut es geht und wir nehmen die Kinder an Bord, damit sie in Ruhe arbeiten können. Keine halbe Stunde später sind vier Kanus mit Kindern längsseits, die alle auch auf dem Trampolin spielen wollen!


Children party in San Blas

Donnerstag, 12. Juni

Wir plaudern mit dem stolzen Besitzer eines Einbaumes auf Jungfernfahrt, kaufen einen Tintenfisch und werden nach Orosidup eingeladen. Wir folgen der Einladung gerne und ich nehme das Alphorn mit. Wir werden von den Kindern über die Insel geführt, die vielleicht 150m lang ist. Wir sehen ein halbes Dutzend Albinos – Zeugen der doch grossen Inzucht unter den Kunas. Ich spiele Alphorn und einmal mehr kommt das halbe Dorf herbeigelaufen. Anschliessend sitzen wir vor der Hütte einer Familie, plaudern mit ihnen und lernen unsere ersten Kuna Wörter. Die meisten Kunas sprechen ein wenig Spanisch, nur wenige Englisch. Wir sind sehr froh, dass wir etwas Spanisch sprechen.


Ulu maiden voyage

Auf der grösseren Nachbarinsel holen wir Brot. Es gibt auf der ganzen Inseln keinen Laden und sie ist mit Hütten total überbaut. So hat es fast keinen öffentlichen Platz und wir haben irgendwie dort nichts verloren – ich habe das Gefühl wir dringen überall in die Privatsphäre der Leute ein. Der Bäcker ist noch nicht fertig mit dem Backen und so haben wir einen guten Grund, eine halbe Stunde dort zu sitzen. Der Häuptling kommt vorbei und sieht mein Alphorn. Er bittet mich zu spielen und so gebe ich auch auf dieser Insel ein Ständchen. Unter anderem für diese Gelegenheiten habe ich begonnen, Alphorn zu spielen. Er lächelt und sagt kein Wort, denn er spricht kein Spanisch. Im Kongress benützt er einen Übersetzer (den Bäcker), der ihm das auf Spanisch geschriebene panamaische Gesetz übersetzen muss!

Wir haben zum Nachtessen erstmals einen Tintenfisch gekauft. Alles häuten und klopfen nützen nichts, er bleibt zäh. Da müssen wir noch dazu lernen. Seit Nila an Bord ist, essen wir häufig an Bord und besser als in den meisten Restaurants!


Alphorn in Kuna Yala

Freitag, 13. Juni

Für einmal ist es Nila, die weiter ziehen möchte. Ich bin von Tupsuit verzaubert und könnte noch einige Tage bleiben. Wir segeln nach Carti, einem der Zentren und mit 5'000 Einwohnern grösseren Orten von San Blas. Es ist nahe an der Strasse nach Panama, hat auf dem Festland einen Flughafen und wird im Winter sogar von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Wir gehen zuerst nach Carti Sugput. Es soll die reichste Insel von San Blas sein. Doch sie ist nicht besonders schön, hat einige Betonhäuser, die Wege sind schmutzig, Leute hängen herum und alles fühlt sich irgendwie nervös an – zumindest bin ich es. Nach einigen Einkäufen gehen wir zur Nachbarinsel Carti Yuntup. Der Kontrast könnte nicht grösser sein. Entlang aller Wege hat es einen kleinen Rasen und Blumen und alles strahlt Ruhe aus. Sofort ist meine Nervosität verschwunden und ich bin total entspannt. Unglaublich, wie nahe solche Gegensätze sind und wie stark ich darauf reagiere.


Carti Sugput

Wir versuchen auf Sugput Essen zu gehen, wo Nila einige israelische Backpacker treffen möchte. Es hat in San Blas nur ganz wenige Pensionen und Restaurants und San Blas ist eigentlich nur unter Seglern bekannt. Backpacker sind die ersten, die dieses Juwel entdecken. Viele von ihnen an Bord von Segelyachten, mit denen sie (einmal mehr aufgrund der fehlenden Strasse von Panama nach Kolumbien) von Colon nach Cartagena segeln. Bei USD 350 pro Person und bis zu 8 Backpackern auf einer 10m Segelyacht ein einträgliches Geschäft! Wir haben uns mit dem Wirt offenbar falsch verstanden. Er hat kein Nachtessen für uns vorbereitet. Wir fahren mit dem Dinghi 100m nach Yunput und wir werden in der anderen Pension herzlich willkommen geheissen und verplaudern den Abend mit schwedischen und australischen Packpackern.


Carti Yunput

Samstag, 14. Juni

In der Nacht ziehen Gewitter über uns hinweg und ich bleibe zwei Stunden an Deck um zu schauen, ob alles passt. Trotz Schwell aus mehreren Richtungen liegen wir sicher. Der Morgen bleibt regnerisch und ich versuche ein paar Layout-Ideen an meiner Homepage umzusetzen. Am Nachmittag dringt Trommelmusik vom Ufer herüber. 5 Knaben spielen ohne Unterbruch, Melodie oder Stil. Da uns die Atmosphäre auf Carti auch sonst nicht so passt, beschliessen wir einen anderen Ankerplatz zu suchen. Nicht ganz einfach: Der Regen hat die Flüsse anschwellen lassen und eine trübe Masse zieht an uns vorbei, so dass wir die Motoren lieber nicht laufen lassen.

Wir lichten ohne Wind und Maschine Anker und treiben mit einem Knoten Strom, gesetztem Gennaker und kaum Fahrt zwischen den Riffen durch. Die angepeilte Insel bietet nur einen ganz schlechten Schutz bei weiteren Gewittern. Das ist mir zu unsicher und wir lassen uns weiter bis zu den Lemon Cays. Es ist immer wieder eine kleine Herausforderung, die Sicherheit des Bootes und der Besatzung über die Bequemlichkeit zu stellen.

Die Lemon Cays begrüssen uns mit Palmen, Sandstränden und Ruhe, da sie weitgehend unbewohnt sind. Nur einige Kokosnussaufpasser wohnen auf den Inseln. So heil die Welt hier scheint, ist es offenbar trotzdem notwendig jemand auf der Insel zu postieren um die Kokosnüsse vor Dieben zu bewachen – da sie nicht gepflückt, sondern nur am Boden aufgelesen werden, ist es wohl nicht notwendig, ihnen beim Wachsen zuzusehen.


Sonntag, 15. Juni

Ich widme wieder einmal eine Stunde den Motoren, stelle das Gas und Schaltung ein und dichte zwei Luken ab, die ich bis jetzt nicht dicht gekriegt habe. Hatte ich letztes Jahr einige Pannen in der Motorenelektrik, so scheint dies das Jahr der leckenden Fenster und Luken zu sein. Noch habe ich drei kleine Lecks, die sich in starkem Regen bemerkbar machen.

Den Rest des Tages tagträumen und lesen wir unter Palmen, umwandern eine der Lemon Cays und ich widme mich Cruising Guides um zu sehen, wie wir am besten nach Japan kommen. Ich möchte unbedingt nach Japan um die Kultur dieses Landes zu erleben und etwas weg von der ‚ausgetretenen’ Blauwasserroute zu kommen. Nila ist es dort zu kalt. Navigatorisch ist es zudem alles andere als einfach, nach Japan zu segeln. Doch diese Entscheidung ist noch weit weg.


Lemon Cays

Montag, 16. Juni

Die Computerprogrammierung hat mich gepackt und so sitze ich den ganzen Morgen vor dem Laptop und beginne eine neue Homepage zu gestalten. Je mehr ich mache, desto mehr Möglichkeiten sehe ich.

Am Nachmittag segeln wir nach Porvenir um auszuklarieren. Doch die Beamten machen seit Freitag frei und sollen erst übermorgen Mittwoch wieder kommen. Bis dann kann niemand ein- oder ausklarieren und 11 Yachten warten! Ich plaudere den grösseren Teil des Nachmittags mit den Schweizern Kathrin und Erich. Sie haben denselben Ausflug zum Dorf im Landesinnern gemacht wie wir. Sie gingen ohne unseren Guide, der mich vor ‚bösen Jungs’ gewarnt hat und mich fast genötigt hat, den Benzintank des Dinghis im Dickicht zu verstecken. Auf dem Rückweg stellt ihr Motor mit vollem – zu vollem – Benzintank ab. Jemand hat das Benzin gestohlen und stattdessen Wasser in den Tank geschüttet. Letzteres wäre wirklich nicht nötig gewesen! Das ist wieder einmal ein Warnung, auch in einer scheinbar sicheren Gegend, Mindestvorsichtsmassnahmen zu treffen.


Dream island Lemon Cay

Dienstag, 17. Juni

Überraschenderweise sind die Beamten bereits heute hier und alle rennen zum Ausklarieren. Bis zu 6 Dinghis sind gleichzeitig am Steg. Wir klarieren gegen Mittag aus als sich die Meute verzogen hat. Zurück an Bord sehen wir einen Delfin vorbeicruisen und einen Stachelrochen neben dem Boot einen einen Meter hohen Satz machen. Das habe ich jetzt doch noch nie gesehen!


Nurdupu

Im Gegensatz zu vielen anderen Orten man kann sich für den Weg bis Cartagena Zeit lassen und die vielen San Blas Inseln auf dem Weg geniessen. Was im Winter eine harte Kreuz gegen den Passatwind wäre, ist im Sommer durch flaue und drehende Winde und Gewitter gekennzeichnet.


Kuna house

So machen wir uns auf den 200 Meilen weiten Weg nach Cartagena. Für die ersten 5 Meilen nach Nurdupu brauchen wir zwei Stunden. Nurdupu ist eine kaum 100m grosse, mit hübschen Palmen und Häusern bestandene Insel. Wir werden vom Dorfältesten begrüsst und eingeladen, das Dorf zu besichtigen. Es wird von einer Familie mit 40 Personen bewohnt: Grosseltern, 8 Geschwister und Grosskinder. Wir haben erstmals Gelegenheit, ein Haus von innen zu betrachten. Ausser Hängematten, einigen wenigen Regalen und viel Unordnung hat es nicht viel Ausstattung. Es ist überraschend gross und ich hätte nicht gedacht, dass sogar die Hunde ihre eigenen Hängematten haben :) Wir sitzen mit der Familie eine Weile vor den Hütten und werden dann eingeladen in ihrem kleinen Restaurant zu essen. Diese Art zu reisen und die Leute zu erleben, sagt mir schon sehr zu!


Dog hammock

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