Trinidad - Coche |
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Etappe auf Google Earth |
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Mittwoch, 2. Januar
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Die Scotland Bay ist wahrlich eine traumhafte Bucht. Ringsherum viel Natur und Nila und ich wachen mit dem Gebrüll der Brüllaffen auf. Zum Frühstück können wir wiederum Papageien in den Bäumen beobachten. |
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Donnerstag, 3. Januar
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Ich bin den ganzen Morgen unterwegs um Besorgungen zu machen. Am Nachmittag bin ich mit Nila und Larry bei der Immigration und wir ‚überschreiben’ Nila als Crew von Reva Nui auf Blue Bie. Es ist ein richtig formeller Akt: Larry muss einen Brief schreiben, in welchem er sie von Bord frei stellt und ich muss einen schreiben, in welchem ich die Verantwortung für sie übernehme. Nila und ich feiern ihre ‚Anstellung’ mit einem feinen Glace im Café del Mar. Danach zügelt Nila ihre Siebensachen auf die Blue Bie. Es ist nicht gerade viel – eine grosse Sporttasche ist alles, was sie dabei hat. |
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Freitag, 4. Januar
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Heute ist nochmals ein aktiver Tag. Ich mache letzte Besorgungen, die den halben Tag brauchen. Die Läden sind über die ganze Ankerbucht verstreut und ich muss jeden mit dem Dinghi separat anfahren. Anschliessend klarieren wir beim Zoll aus und Nila kauft Lebensmittel ein. Ein Tag geht so schnell vorbei! Abends essen wir ein letztes Mal bei Evi und Wolfgang an Bord. Wir bringen einen leckeren selbstgebackenen Kuchen mit. Wieder Erwarten und Vorhersage des Voreigners funktioniert Blue Bie’s Backofen bestens. |
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Samstag, 5. Januar
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Nach einem ausgiebigen Frühstück verabschieden wir uns von den während den letzten Wochen liebgewordenen Freunden. Das Wetter ist wie die letzten Tage schön und der Wind ist schwach. So fahren wir unter Gennaker und Gross die 6 Meilen nach Chacachacare, wo bis vor 35 Jahren eine Leprakolonie war. Wir sind fast alleine in der grossen Bucht. Einige verlassene Häuser zeugen noch immer von der Vergangenheit der Insel. |
Chaguachacare |
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Sonntag, 6. Januar
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Eine einsame Bucht, viel Sonnenschein und nichts zu tun! So geniessen Nila und ich ein ausgiebiges Frühstück und einen ruhigen Tag an Bord. Wir reinigen die Salonbackskisten, inventarisieren und reorganisieren die Lebensmittel. Ich bin nicht mehr Herr meiner Küche und Vorräte:) Dafür geniesse ich Nila’s Küche, sie kocht und bäckt aus Nichts wirklich ganz leckere Sachen! Am Nachmittag gehe ich an Land, um die ehemalige Leprakolonie zu besichtigen. Die Gebäude wurden vor 30 Jahren verlassen und stehen zum Teil noch da als wenn die Leute gestern ausgezogen wären und hie und da stehen noch Stuhl und Bett in den Häusern. Doch die Natur ist stärker und der Regenwald hat sich den grössten Teil des Geländes zurückerobert, so dass nur wenige Gebäude am Ufer überhaupt zugänglich sind. |
Abandoned machine house |
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Gegen 22.00h lichten wir Anker und segeln zu den Testigos, den ersten venezuelanischen Inseln. Es ist ungewohnt, eine Nachtwache mit einer anderen Person zu teilen. Kaum bin ich im Bett, weckt mich Nila, weil ein Boot mit sonderbarer Beleuchtung in der Nähe ist. Kaum aufgestanden, kommt ein Ruf über UKW: „Boot in 10°56N, 62°02W – sie segeln einen gefährlichen Kurs, wiederhole gefährlicher Kurs“. Wir melden uns und erfahren, dass ein seismoligisches Forschungsschiff 3 km lange Kabel nachschleppt. Er gibt uns sehr freundlich den zu fahrenden Kurs durch um ihn und die Kabel zu vermeiden. Wir bedanken uns und gehen auf den neuen Kurs. Ich bin beeindruckt von der Professionalität und fühle mich sehr sicher. Der Rest der Nacht vergeht ereignislos. Während ich bis anhin während Nachtwachen geschlafen habe, bin ich jetzt die halbe Zeit wach und habe Zeit das nächtliche Firmament und meine Gedanken zu geniessen. Mitten in der Nacht spielen zwei Delfine mit Blue Bie. Ich kann sie nur am phosphoriszierenden Wasser erkennen, das um ihre Körper fliesst. Der Rest der Nacht vergeht ereignislos und wir laufen gegen Mittag in Testigos ein. |
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Montag, 7. Januar
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Aus der Ferne sieht immer alles so schwierig aus: Aus Europa erscheint das Segeln in der Karibik kompliziert und aus der Karibik erscheint das Segeln in Venezuela schwierig. Doch vorerst weit gefehlt: Es gibt keinen Zoll auf den Testigos, aber eine Coast Guard Station bei der wir uns melden. Der Beamte ist äusserst freundlich und mein Spanisch hilft der Kommunikation. Es sind 11 kaum zwanzigjährige Coast Guard Beamte, welche hier jahrein, jahraus Dienst tun. Das muss ganz schön langweilig sein. Wir dürfen drei Tage bleiben, danach müssen wir nach Margerita gehen um offiziell einzuklarieren. Nachdem wir das einzige Dorf auf Testigo in keinen 5 Minuten erkundet haben, verlegen wir uns zum Pass zwischen Testigo Grande und Testigo Pequeño. |
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Dienstag, 8. Januar
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Im Gegensatz zu Trinidad & Tobago sind die Testigos, eine Inselgruppe von 10 Inseln, nicht mehr als 200m hoch. Entsprechend ziehen die Wolken ungehindert darüber hinweg und sie erhalten kaum Niederschlag. So wachsen Kakteen statt Regenwald - welch ein Gegensatz! Wir tun es den Ziegen gleich und klettern durch die trockene Landschaft, welche immer wieder einen wunderbaren Ausblick auf die anderen Inseln und die Ankerbucht erlaubt! |
Blue Bie framed with cactuses |
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Neben Blue Bie liegen zwei andere Boote in der Ankerbucht – ein französisches Pärchen und ein junger Engländer mit einer älteren neuseeländischen Segelstopperin. Nila’s und meine Geschichte tönt selbst für uns unglaublich als wir sie erzählen: Kennen gelernt, auf den ersten Blick verliebt, eine Woche später zusammen gezogen – und seither noch nicht kein einziges Mal gestritten. Es passt einfach! |
Nila |
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Mittwoch, 9. Januar
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Nach einem gemütlichen Frühstück laufen wir Richtung Porlamar, Isla Margerita aus. Es sind 48 Meilen, gut in einem Tag zu schaffen. Doch es zieht ein Tiefdruckgebiet über die Karibik, der Wind ist leicht und dreht auf die Nase. 48 Meilen gegenan motoren, wenn es normalerweise ein schöner Raumschotkurs ist? Nein danke! Wir drehen nach einer halben Stunde um und segeln zurück zu den Testigos und ankern diesmal in der Balandra Bay neben Fischerbooten. Ich fühle mich schlapp, lese und döse den ganzen Nachmittag. Am Abend kochen wir uns eine Suppe und gehen früh schlafen. |
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Donnerstag, 10. Januar
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Es ist einfach immer wieder genial auf Blue Bie zu segeln. Heute erinnert es mich irgendwie an Erich Kästner’s ‚Fliegendes Klassenzimmer’. Blue Bie rauscht mit 7-8kn bei 10kn Wind durch eine absolut ruhige See, während wir ganz gemütlich frühstücken. Die Welt zieht an uns vorbei und wir sind Zuschauer unseres eigenen Lebens. |
Breakfast view |
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Der heutige Törn nach Margerita ist schon denkwürdig. Ich war einige Male auf Margerita im Windsurf- und Kitesurfurlaub und habe immer wieder davon geträumt, eines Tages mit dem eigenen Boot hier zu sein. Ich habe zwar nie wirklich daran gezweifelt, aber es ist schon ein gutes Gefühl, dass dieser Traum nun Realität geworden ist. Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum! Wie wahr:) |
Wahoo |
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Freitag, 11. Januar
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Wir kommen in Porlamar schnell mit andern Crews in Kontakt als wir in der morgendlichen Funkrunde verkünden, dass wir frischen Fisch zu verschenken haben. |
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Samstag, 12. Januar
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Es ist wieder einmal einer dieser Tage, wo ich aufstehe und für den ganzen Tag keine Pläne habe. Wir frühstücken gemütlich, lesen, erledigen ein paar Kleinigkeiten und erkunden am Nachmittag Porlamar zu Fuss. Auf meinen früheren Reisen nach Margerita wurde ich eindringlichst vor der Diebstahlsgefahr in Porlamar gewarnt. Doch es ist eine Stadt wie jede andere und wir fühlen uns nicht bedroht. Dafür haben wir im ‚4D’ ganz hervorragende Gelati gegessen und die eine oder andere Besorgung gemacht. |
Openair shower |
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Sonntag, 13. Januar
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Da am Sonntag in Porlamar alle Läden geschlossen sind, starten wir den Tag noch gemütlicher als gestern. Doch wie es halt so ist, irgendwann wird man rastlos und die Arbeit geht an Bord nie aus. So vergeht der Tag im Fluge und Blue Bie glänzt immer mehr. |
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Montag, 14. Januar
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Juan hat ein Quasi-Monopol hier in Porlamar. Er organisiert alles bestens, ist aber ein kleiner Selbstdarsteller. Gemäss Trans Ocean kann man auch ohne Juan selber ein- und ausklarieren. Da wir nur eine Ausklarierung innerhalb von Venezuela brauchen, versuche ich es selber. Man darf sich in Venezuela nicht frei mit dem Segelboot bewegen, man muss sich in jedem grösseren Hafen ein- und ausklarieren. Da wir den Inseln entlang segeln, geben wir als Reiseziel Puerto Cabello, den westlichsten Hafen Venezuela’s an und können so beliebig lange alle Inseln bereisen – dank dem Hafenführer gewusst wie! Es dauert keine 15 Minuten und ich habe ausklariert. Bei Juan würde es USD 20 kosten, hier musste ich lediglich die Kosten einer Fotokopie (Trinkgeld?) bezahlen. |
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Dienstag, 15. Januar
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Ich habe schon die letzten Tage einige Grippesymptome, doch heute legt es mich mit Fieber endgültig flach. Ich bleibe bis Mittag im Bett und sieche am Nachmittag herum. |
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Mittwoch, 16. Januar
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Ich fühle mich wieder besser, wenn auch nicht fit genug um zu segeln. So gehen wir mit dem Taxi nach El Yaque, wo ich schon des Öfteren im Windsurfurlaub war. Ich fühle mich sofort wieder heimisch und kaufe mir eine neues Kitetrapez. Zudem inspizieren wir den Ankerplatz, denn zu gerne würde ich mit der Blue Bie dort ankern, wo ich häufig von einer Weltumsegelung geträumt habe. Der Ankerplatz sieht nicht schlecht aus und wir beschliessen mit Blue Bie hinzufahren, wenn ich wieder vollends auf dem Damm bin. |
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Donnerstag, 17. Januar
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Die Grippe ist langsam vorbei und so ist es wieder einmal Zeit tschüss zu sagen und uns von Evi und Wolfgang zu verabschieden. Ich habe sie in den letzten zwei Monaten doch sehr lieb gewonnen und hoffe, Freunde für’s Leben gefunden zu haben. Sie sind schneller unterwegs als wir und wir werden uns unterwegs voraussichtlich nicht mehr sehen. Die Überfahrt nach El Yaque verläuft ereignislos, nur das Ankermanöver verläuft bei 20kn und auflandigem Wind nicht lehrbuchmässig. Erst übersehe ich, dass es plötzlich sehr seicht wird und dann scheint Blue Bie nicht mehr auf die Steuerbordmaschine zu reagieren. Also lassen wir den Anker fallen und schauen was mit der Maschine los ist. Alles paletti – Blue Bie hat wohl einfach etwas länger gebraucht um zu reagieren. Kein Wunder hat es kaum Segelyachten hier – der Wind und die Wellen stehen voll auf den Ankerplatz und es hat den ganzen Tag circa 50cm hohe Wellen. Problemlos, aber nicht wirklich komfortabel. |
Evi & Wolfgang |
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Gegen Abend gehen wir an Land und geniessen die Happy Hour an der Strandbar von El Yaque. Surfer aller Welt treffen sich und einige Weltklasseathleten geben jeweils zu Sonnenuntergang ihr bestes. Es ist einfach ein Genuss, ihnen zuzuschauen. |
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Freitag, 18. Januar
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Ich fühle mich fit genug, wieder kiten zu gehen. Der Wind ist wie immer in El Yaque megaböig, so böig wie ich es die letzten 2 Jahre nirgends erlebt habe. Kein Wunder fahren die Kiteschulen immer wieder nach Coche. Es ist schon sehr erhebend in El Yaque zu sein, wo ich in vergangenen Urlauben davon geträumt habe, einmal mit dem eigenen Boot hier zu sein. Ich treffe einige Freunde, die ich im Laufe der letzten Jahre hier kennen gelernt habe und ich bin schon ein wenig stolz sagen zu können, ja ich habe es geschafft – habe meinen Traum umgesetzt. Kitetechnisch ist es nur erbauend sagen zu können, dass ich weiterziehe, denn viel bessere Kitespots warten auf mich. Spots die ich früher nicht anreisen konnte, weil keine Hotels und Kitematerial zur Verfügung standen. |
Blue Bie in El Yaque |
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Samstag, 19. Januar
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Gleich nach dem Frühstück lichten wir den Anker und segeln die 6 Meilen nach Coche. Coche ist eine flache Sandinsel mit einigen kleinen Dörfern, einigen Ressorts an einer grossen Bucht im Westen, wo wir auch ankern. Es ist ein absolut idealer Kitestrand. Der Wind bläst über eine flache Halbinsel und die Wellen sind kaum fingerhutgross. Die Bedingen sind ideal zum Trainieren, denn der Wind bläst gleichmässig und das flache Wasser macht Fortschritt super einfach. Doch heute cruise ich einfach und lasse es mir gut gehen:) |
Kitesurfing in perfect flat water |
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Sonntag, 20. Januar
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Ich kümmere mich wieder einmal um die Backbord Maschine – versuche ein kleines Dieselleck an der Maschine und eine verhockte Einspritzpumpe zu reparieren bzw. zu reinigen. Ich tue, was ich machen kann – d.h. identifizieren und mit Bordmitteln reparieren. Vielleicht reicht es – evtl. braucht es später einen Mechaniker. Danach ist wieder kiten angesagt, während Nila den ganzen Tag auf der Blue Bie bleibt und später joggen geht. So gehen wir beide unseren Interessen nach und kleben nicht die ganze Zeit aufeinander. |
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Montag, 21. Januar
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So plump Pelikane auch aussehen, im Flug sind sie sehr elegant und ich kann ihnen stundenlang zusehen – was ich auch fast den ganzen Vormittag mache. Anschliessend räume ich mein Outlook auf und gehe kiten. |
Pelican |
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Dienstag, 22. Januar
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Schlafen, kitesurfen, essen; schlafen, kitesurfen, essen, viel mehr gibt es hier nicht zu tun – und ich geniesse es! Am Strand hat es zwar drei Ressorts, doch es zieht uns nicht dorthin. Lediglich mit einigen anderen Kitesurfern, davon zwei von anderen Booten, habe ich Kontakt. Die sechs anderen Segler habe ich bis jetzt noch nicht kennen gelernt. Sie scheinen dauernd an Bord zu sein und ich bemühe mich auch nicht, den Kontakt herzustellen. Es ist schon anders, ob man alleine oder zu zweit unterwegs ist. Alleine hätte ich den Kontakt eher gesucht. |
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Mittwoch, 23. Januar
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Heute bläst der Wind schon ab dem Morgen richtig kräftig mit 20-25kn. So kann ich wieder einmal den kleinen Kite auspacken. Es hat meist 10-15 Kiter in der Bucht. Viele, da ich mich sonst gewöhnt bin alleine zu kiten. Nila poliert unterdessen das Chromstahl an Bord bis die Winschen nur so glänzen und geht anschliessend Muscheln sammeln. So haben wir beide unsere Hobbies! |
Up in the sky |
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Donnerstag, 24. Januar
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Nach einer Woche kitesurfen ist es Zeit für einen Ruhetag. Ich geniesse die Ruhe auf der Blue Bie und versuche meine Mails im Internet Café herunterzuladen. Nach fast 2 Stunden ist geschafft, was sonst 5 Minuten dauert. Die Verbindung ist sehr langsam und das System stürzt dauernd ab. Doch schliesslich sind alle Mails herunter geladen und ich kann mit Pa die Eckdaten seines Besuches auf Blue Bie im März vereinbaren. |
Lay day |
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Freitag, 25. Januar
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Am Morgen bin ich total demotiviert irgendetwas zu tun. Und so wird es 13.00h bis ich mich aufraffe, kiten zu gehen. Doch dann hat es absolute Sahnebedingungen. Der Wind bläst mit 20-25kn, es hat kaum Kiter auf dem Wasser und es gelingt fast alles. Nila kann vom Strand aus einige Fotos von mir machen. |
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Samstag, 26. Januar
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Der Wind ist heute leichter und kommt erst im Laufe des Nachmittags so richtig in Schwung. Doch auch so geht der Morgen schnell vorbei: Ich spanne das Trampolin nach und lese Umberto Eco’s „Der Name der Rose“. Wenn ich so ein spannendes Buch habe, kann ich nicht davon ablassen. So richtig ideal ist der Nachmittag zum Kiten trotzdem nicht. Es ist Wochenende, es hat viele Kiter und einem Kiter stürzt der Schirm ab. Er fällt genau auf meine Brettspitze und reisst in der Mitte durch. Ich kann zwar nichts dafür, es nimmt mir aber trotzdem ein wenig den Spass und zeigt, dass das Revier schon sehr voll ist. |
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